stehende Zollhauswehr in Aussicht genommen ist. Das
in Abbildung I ersichtliche Modell weist ein Verkleinerungsverhältnis
von 1:15 gegenüber der Natur auf. Durdh
die Versuche konnten die günstigsten Abmessungen
der Zahnschwelle ermittelt werden.
Abb, 1. Die Wirkungsweise der Rehboc&’schen Zahnschwelle
Wasserbewegung in steilen Rinnen mit besonderer
Berücksichtigung der Selbstbelüftung.
Der Umstand, daß die heute gebräuchlichen Geschwindigkeitsformeln
auf Gerinne mit sehr großen Gefällen nicht
nehr anwendbar sind, veranlaßte das Elektrisierungsamt
der österreichischen. Bundesbahnen im Hinblick auf die
Erbauung des Elektrizitätswerkes in Mallnitz diesbezügliche
Versuche in der Versuchsanstalt für Wasserbau durch-:ühren
zu lassen. Das Ergebnis war die Aufstellung neuer
Geschwindigkeitsformeln, die für sehr große Sohlenneigunzen
(bis 45°) Geltung haben. Gleichzeitig wurde erstmalig
die höchst interessante Erscheinung der Selbstbelüftung im
Versuche nachgebildet und auch rechnerisch erfaßt. Die Abildung
2 gibt die Versuchsordnung im Lichtbild wieder.
Modellversuche über eine Sturzbettsicherung
am Zollhauswehr an der Saalach. Die Verzuche
wurden im Auftrage der Bundeswasserbauverwaltung
lurchgeführt und bezweckten die Feststellung der
Wirkungsweise einer kolkverhindernden Vorrichtung
'Rehbock’sche Zahnschwelle), die für das bereits he-Wasserbuchdienst.
Die in der Nachkriegszeit entstandene Ueberzeugung;
daß dem Ausbau unserer Wasserkräfte die größte Bedeutung
für das Wirtschaftsleben des nunmehr kleinen
Oesterreich zukommt, hatte eine Neuordnung der österreichischen
Wasserhücher zur Folge. Im Jahre 1920 wurde
vom deutschösterreichischen Staatsamte. für Handel und
zewerbe, Industrie und Bauten einvernehmlich mit den
n Betracht kommenden anderen Staatsämtern der Wasseryuchdienst
eingerichtet, wofür ein Personalstand von
55 Ingenieuren und 96 Hilfstechhnikern in Aussicht ge-\ommen
war; tatsächlich wurde nur ein gesamter Höchsttand
von rund 100 Wasserbuchorganen im Jahre 1921
reicht. Im Zuge des Angestelltenabbaues und durch
reiwillige Austritte hatte der Personalstand leider eine
mpfindliche Schwächung erfahren, doch sind trotzdem
lie Arbeiten in Vorarlberg bereits vollständig beendet
ınd in anderen Bundesländern weit gediehen. Die vom
Nasserbuchdienste zu bewältigenden Arbeitsleistungen
assen sich am besten nach den von den politischen Beirksbehörden
in der Letztzeit gemachten Angaben über
lie Anzahl der für die Eintragung in den neuen Wasseryüchern
in Betracht kommenden Wasserrechte beurteilen.
%e umfassen für das ganze Bundesgebiet insgesamt
‘und 73.000 Wasserrechte, darunter rund 37.000 Wasserıraftanlagen.
Sämtliche bestehenden Wasserbenützungsechte
werden von Organen des Wasserbuchdienstes aufzenommen
bzw. überprüft, für das Wasserbuch bearbeiet
und evident gehalten. Die Arbeitsleistungen des
WVasserbuchdienstes sind daher bedeutende und rechtferti-‚en
gewiß den hisher hiefür ausgeworfenen Kostenaufwand.
\bb. 2. Wasserbewegung in steilen Rinnen