fullscreen: Richtlinien für die Organisation der Arbeitslosenversicherung in den Arbeitsämtern

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Adlershof: Bevolkerung 12 620. 
Schularztliche Behandlung 950 M 
Ferienkolonien und Erholungsstatten 1 700 - 
CoPenick: Bevolkerung 32 918. 
Schularztliche Behandlung 1600 - 
Schulzahnpflege 1000 - 
Schulspeisung 500 - 
Friedrich sfelde: Bevolkerung 23 067. 
Schularztliche Behandlung 850 - 
Schulspeisung 950 - 
Lichtenberg: Bevolkerung 150674. 
Schularztliche Behandlung 6 700 - j 
Schulzahnpflege 6 000 - 1 
Schulspeisung 6 000 - 
Schulbader 700 - 
Ferienkolonien 12 000 - 
Neukolln: Bevolkerung 271 500. 
Schularztliche Behandlung 12 000 - 
Schulzahnpflege 3 620 - 
Schulspeisung 10 000 - 
Ferienkolonien und Erholungsstatten 16 500 - 
Baderfreikarten 4 500 - 
Niederschonhausen: Bevolkerung 18 354. 
Schularztliche Behandlung 600 - 
Schulzahnpflege 500 - 
Ferienkolonien 450 - 
Baderfreikarten 100 - ; 
Oberfchoneweide: Bevolkerung 27 207. 
Schularztliche Behandlung 1940 - j 
Schulzahnpflege 600 - : 
Schulspeisung 1200 - 
Baderfreikarten 500 - 
Pankow: Bevolkerung 56 729. 
Schularztliche Behandlung 2 200 - 
Schulzahnpflege 1 600 - 
Ferienkolonien 1500 - 
Reinickendorf: Bevolkerung 40 714. 
Schularztliche Behandlung 2 800 - 
Schulzahnpflege 20 - 
Ferienkolonien 1200 - 
Schulbader 550 - 
Schulverband Tegel: Bevolkerung 20 958. 
Schularztliche Behandlung 1280 - 
Schulzahnpflege 200 - 
Ferienkolonien 900 - 
Schulbader 100 - 
Weihensee: Bevolkerung 45 882. 
Schulzahnpflege 1000 - 
Schulspeisung 2 500 - 
Ferienkolonien 3151 - 
Schulbader 50 - 
Unterhaltung von Bolksschulkiichen 1500 - 
Wenn Neukolln z. B. klagt, dah es noch nicht in der Lage sei, eine 
vollendete Schularztorganisation und Schulzahnpflege einzurichten, ferner 
Ferienkolonien zu grunden, Waldschulcn und Erholungsheime zu schaffen, 
Schulspeisuugen und Lehrmittelfreiheit* **) ) einzufuhren, so ist das teilweise mv 
verstandlich, sodann abet der daraus gezogene Schluh ernstlich nicht diskutier- 
bar. Die ostlichen und nordlichen Vororte konnen sich nicht nur im Ver* 
haltnis zu Berlin und dessen westlichen Vororten betrachten. Es wird ein 
ganz anderes Bild gewonnen, wenn die Leistungsfahigkeit der Vororte mit 
denen gleich groher Orte in anderen Teilen der Monarchic verglichen wird. 
Bei einem allgemeinen Ausgleich, wenn ein solcher 
berechtigt ware, warden die ostlichen und nordlichen 
Vororte, wenn nicht gar zu den Zahlenden, so dock) 
jedenfalls nicht zu den Empfangenden geh or en. 
Die K l a s s e u f r e q u e u z, die die Statistik Seite 20 der Denk* 
schrift von Neukolln schildert, beweist gerade das Gegenteil dessen, was sie be* 
weisen soil. Die Klasseubcsetzung ist, wenn sie mit den Verhaltnissen in dew 
Preuhischen Staate im allgemeinen — die absolut schlechten landlichen Schul* 
verhaltnisse werden dabei hier nicht in Betracht gezogen — verglichen werden, 
kaun durchaus nicht als zu hoch bezeichnet werden^*). Die starkste Besetzung 
(54 Schuler) weist Neukolln ails. Wie vieles in der Statistik der Vororte, 
so ist auch das Bild dutch Vergleich der durchschnittlichen Belegungszahl del 
ostlichen Vororte 48 gcgenuber 42 in den westlichen Vororten, in Berlin 43, 
abgesehen davon, dah sie garnichtS Erschreckendes hat, ganz i r r e f u h r e n d. 
*) Wenn bedacht wird, dah allgemein Lehrmittelfreiheit derzeit nur in 
9 Stadten im R e i ch e besteht (Braunschweig, Freiburg, Mainz, Mannheim, Miil* 
hausen i. E., Offenbach, Pforzheim, Stratzburg, Stuttgart (vgl. Mitteilung del 
Zentralstelle des Stadtetages IV, 1914, S. 801), aber in keinem Ort Preuhens, st 
erubrigt cine Kritik gerade dieses Begehrens. 
**) Vergl. auch die vom Preutz. statistischen Landesamt herausgegebene preust 
Statistik Band 231 II: Das niedere Schulwesen 1911, S. 388 ff., 456 ff.
	        
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