Full text : Das Hotel- und Gastgewerbe

A

DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE

„Adressen befreundeter Hotels,
die wir unseren Gästen aufs wärmste empfehlen können.“

Nun müßten, in typographisch gefälliger Form, aber ja nicht
im üblichen Anzeigenstile, die Adressen der Hotels folgen. Ich
empfehle, eine flotte kleine Zeichnung der Hausfassade beizusetzen.
 Dadurch kommt mehr Schwung in das Bild, und die
Empfehlung oder sagen wir ruhig: die Reklame, wird wirkungsvoller.

Ein Beispiel: Bei großem Format der Speisekarte würde ich
die Empfehlung als Umrahmung setzen lassen. Die kleinen
Fassadenbilder und der Text würden dann wie eine Randvignette
 wirken. Es entsteht ein hübsches, zugleich originelles
Bild und die Wirkung würde erhöht. Man beachte das Musterbeispiel
 der New Yorker Anzeige, die ich in dem Kapitel: „Kollektivreklame
 durch korporative Vereinsreklame‘“ wiedergegeben
 habe. Dort findet man auf der linken Seite (links vom
Beschauer) einen solchen aparten Kranz von Hotelempfehlungen.
 Selbstverständlich müßte diese Einrichtung auf Gegenseitigkeit
 beruhen.
Daß diese gegenseitige Empfehlung oder Reklame doppelt
geschieht, einmal auf den Briefbogen, dann nochmals auf den
Speisen-, Menu- und Weinkarten, will nichts sagen. Nicht jeder
Gast bekommt einen Briefbogen zu Gesicht, aber wohl fast jeder
die Wein- oder Speisenkarte. Jedenfalls liegt die größere Wahrscheinlichkeit
 dafür vor, daß jeder Hotelgast während seines
Aufenthaltes wenigstens einmal das Restaurant besucht, während
 nicht jeder Gast die Briefbogen des Hotels für seine Korrespondenz
 benützt.
Vornehme Hotels pflegen die Weinkarten in eleganter Ledermappe
 reichen zu lassen. Die Karte ist gewöhnlich umfangreich
 und hat die Form eines Buches. Empfehlungen lassen sich
darauf nicht gut unterbringen, ohne das einheitliche typographische
 Bild zu stören. Da gäbe es einen bequemen Ausweg.
Man schaffe eine Vorrichtung, um die Empfehlungen auf der
ersten oder auf beiden Innenseiten der Ledermappe unterzubringen.

Nötig wäre es allerdings, daß mit der in manchen Betrieben
üblichen sparsamen Auflegung von Speisen- und Weinkarten
gebrochen wird. Wenn der Kellner hinter oder neben dem
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.