Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
Um Zweck und Gebrauch dieser Kartothek noch deutlicher 
zu,veranschaulichen — denn sie ist wichtig, aber auch wertlos, 
wenn sie nicht richtig geführt und regelmäßig vom Besitzer des 
Hotels, vom Kurdirektor oder Verkehrskommissär kontrolliert 
wird — lasse ich noch eine ausgefüllte Karte folgen. Sie 
spricht wohl so deutlich, daß weiteres zu dieser Kartothekfrage 
sich erübrigt. Höchstens sei noch der Hinweis gestattet, daß 
man die Kartothek erst nach Rücksprache mit einer auf diesem 
Gebiete besonders erfahrenen Spezialfirma, zum Beispiel 
Henss & Sohn (Henssson) in Weimar, anlegt. Es gibt ver- 
schiedene Systeme: horizontal, vertikal, die jedes ihre Vorteile 
und Nachteile haben. Man entscheide sich dann für eine Form, 
die den eigenen Wünschen, vor allem aber dem Betrieb 
entspricht. Einschalten will ich noch, daß die briefliche Gäste- 
werbung, bei der Werbematerialversendung ebenfalls in Frage 
kommt, ein besonderes Kapitel ist, und daß deshalb eine weitere 
Kartothek-Karte nötig wird, die nur für Gäste, beziehungsweise 
für Persönlichkeiten, die es werden sollen, bestimmt ist. Wer 
eine doppelte Kartothek nicht anzulegen wünscht, hat die 
Möglichkeit, in meinem Muster ein paar entsprechende Kolonnen 
einzuschalten oder kleine Änderungen vorzunehmen, so daß die 
Karte auch für die Gäste gebraucht werden kann. 
In Deutschland gibt es noch zwei Möglichkeiten, Werbebriefe 
und Werbematerial zum Versand zu bringen. Es handelt sich 
um Einrichtungen der Deutschen Reichspost. Die eine davon, 
mit dem originellen Namen 
WURFSENDUNGEN. 
erscheint mir für die genannten Zwecke nicht besonders 
geeignet, weshalb ich mich nur kurz mit ihr beschäftige. 
Immerhin hielt ich es für angezeigt, davon Notiz zu nehmen. 
Diese Wurfsendungen, also die kuvertierten Werbebriefe, das 
kuvertierte Werbematerial, werden der Post ohne Aufschrift 
übergeben. Die Verteilung übernimmt die Post, und zwar liegt 
sie letzten Endes in den Händen der Briefträger. Der Absender 
hat nicht den geringsten Einfluß darauf, an wen und an welche 
Kreise die „Wurfsendungen‘‘ gelangen, Es ist also wirklich ein 
glücklicher „Wurf“, wie dreimal sechs Augen beim Würfelspiel, 
wenn eine Sendung den richtigen Empfänger erreicht. Diese 
Angaben dürften wohl genügen, so daß jeder Hotelier, Kurort-
	        
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