1153
Sfter gebraucht wird, liegt stets an der gleichen Stelle. Durch diese
Methode, die Arbeit rationell vorzubereiten, wird die Kopftätigkeit
wesentlich entlastet, man braucht weniger Aufmerksamkeit und
Willensenergie, um die Arbeitsbehelfe zu erlangen, kann aber dafür
die ganze Energie der eigentlichen Arbeit widmen.
Jede menschliche Tätigkeit, im Betriebe und anderswo, besteht
aus zwei Elementen: aus der gegebenen Energie (E) und dem
srreichten Resultat (R), der geleisteten Arbeit. Das Zeichen rationeller
Arbeit ist nicht die Größe von R an sich, ebensowenig die Größe
(oder Kleinheit) von E an sich, sondern das Verhältnis R: E —
R_ mM; B_ nn; m = x d. h. welches R auf die Einheit
E R n
der verwendeten E erreicht wurde. Eine Arbeit ist rationell organi-
siert, wenn ) %, d.h. wenn m möglichst groß, u möglichst gering
st. Das ist das Prinzip des Optimum (nicht Maximum); es handelt
sich also nicht um die absolut größte Menge, sondern um die beste
Art der Nutzung der Kräfte. Verwende ich z.B. 2 X E, R wird
aber zehnmal so groß, so ist die Menge der auf die Einheit von
R entfallenden E wesentlich geringer, ich habe rationell gearbeitet.
Jede organisierte Summe (von Arbeitselementen) muß größer sein
als die bloße arithmetische Summe dieser Elemente. Jener Ar-
Deiter, der seine Werkzeuge so rationell disponierte, arbeitete, wie
die übrigen Leute, siebeneinhalb Stunden mit einer halbstündigen
Pause, also acht Stunden, erreichte aber 50 Prozent mehr Resultat
(KR) als die anderen, d.h. es war, als ob er 3 + 4 = 12 Stunden
gearbeitet hätte; er erhielt auch mehr Lohn, ohne daß er sich mehr
anZustrengen hatte als die anderen. Wäre die organisierte Summe
der Produktionselemente nicht größer als die arithmetische Summe
S (a,b,c) ) a + b + 0), würden die Organisationskomplexe nicht
so sehr bevorzugt werden. Jede technische Aufgabe wird nach
liesem Prinzipe gelöst. In der organischen und anorganischen Natur
gibt es überall solche Komplexe.
Ihre wichtigste Anwendung in der Wirtschaft ist nun die Be-
stimmung der Leistungsnorm in einem Betriebe: es ist der Kern
des Streites zwischen Kapital und Arbeit. Der Arbeiter sagt: ich
kann im Tage nur 50 Stück herstellen, der Ingenieur aber sagt:
2s sind 200 Stück möglich. Soll hier immer nur die stärkere Macht,
Streik, oder soll etwa das Gesetz, der Richter, entscheiden? Wir
xönnen die Frage auch objektiv-wissenschaftlich entscheiden. Man