Full text : Wirtschaftlichkeitslehre

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untersucht nämlich, ob die Leistung von 50 Stück der normalen
Anstrengung der Arbeitskraft entspricht. R wird in Kilogrammetern
/kgm), E in Kalorien gemessen (eine Kalorie: um 1 Kilogramm
Wasser von 0 auf 1° C zu erwärmen). Wir veranlassen den Arbeiter,
etwas intensiver zu arbeiten, etwa 80 Stück herzustellen: R ist
also größer — ist auch mehr E verbraucht worden? Ist R mehr
yestiegen, so wird ZZ = m größer sein; ist aber K mehr gestiegen,
30 wird m kleiner ausfallen. Ob R mehr steigt als E, hängt nicht
von einem Zufalle ab, sondern von der Gesetzmäßigkeit der menschlichen
 Organe und ihrer Funktionen, vom Gleichgewicht des menschichen
 psycho-physiologischen Apparates.
{in einem frischen, nicht ermüdeten Zustande wird ein größeres
Arbeits-R geleistet, mit kleinerer X; wenn aber ermüdeter Zustand
aintritt, dann ist für das gleiche R weit mehr E notwendig. In verschiedenen
 Ländern haben zahlreiche Fachleute Studien über Arbeitsarmüdung,
 Ermüdungsintensität und ähnliches angestellt. Wir müssen
das Verhältnis von E:R nach dem tatsächlichen Ermüdungszustande
des Arbeiters beurteilen. Da werden wir finden, daß weder der
Arbeiter (80. Stück) noch der Ingenieur (200 Stück) recht hatte,
wohl aber daß 120 Stück als optimale Leistung anzusehen sind;
vei höherem Stücklohn oder besonderer Vergütung werden noch
weitere Stücke geleistet werden, aber es ist die Frage, wo dann
die optimale gesundheitliche Grenze zu ziehen ist. Wenn die
Intensität der Arbeitssteigerung ihren Sättigungspunkt — die optinale
 Leistung — erreicht, ist eine Erhöhung darüber hinaus nicht
mehr zweckmäßig, sondern bloß maximal, übermäßige Nutzung
der Arbeit. Die Arbeitsphysiologen haben ein Gesetz aufgestellt,
das besagt: die Intensität, die als optimaler Wert zu erreichen ist,
steht im umgekehrten Verhältnisse zur Dauer der ausgeführten
Arbeit. Zum Beweise dieses Satzes wird angeführt, daß man wäh-"end
 ganz kurzer Zeit die Intensität viel höher steigern kann als
bei dauernd ausgeführter Arbeit. Ein Mensch läuft 6 bis 7 Kilometer
 in einer Stunde, ja vielleicht 10 Kilometer und mehr, aber
ıur, wenn es sein muß, wie es z. B. bei sportlichen Rennen der
Fall ist; er wird aber schon nach den ersten 100 oder 200 Metern
nicht mehr so rasch laufen wie beim Start. Zwischen solchen kurzzeitigen
 (sportlichen) Leistungen und regelmäßig wiederkehrender
Arbeit ist aber ein großer Unterschied, der von den Ingenieuren,
            
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