fullscreen: Die Schweiz

63 
senflächen bescheiden zurück. Die Schweiz ist ein grü 
nes Land. Folgendes ist der Anteil einzelner Kul 
turen am produktiven Boden: 
Wiesen 8813 km 2 
Weide 7950 „ 
Getreideland 1961 „ 
Übriges Ackerland 2781 „ 
Rebland 263 „ 
Wald 8988 „ 
Das Grasland beansprucht mehr als die Hälfte 
des produktiven Bodens, das Getreideland dagegen 
nur etwa 6 o/g, was vom bebauten Boden 2 / 5 aus 
macht. Erst in der neuesten Zeit hat der Wiesen 
bau ein solches Übergewicht erlangt. Noch zu An 
fang des 19. Jahrhunderts konnte sich die Schweiz 
größtenteils mit eigenem Korn behelfen; einzelne 
Kantone erzielten sogar einen Überschuß. In den 
50er Jahren begann die Umwälzung, die einen voll 
ständigen Niedergang des Getreidebaues herbei- 
führte. Damals kamen allgemein die Eisenbahnen ''baue? 
auf; sie erleichterten und beschleunigten den Ver 
kehr. Gewaltige Mengen von Getreide gelangten 
jetzt aus den Kornkammern Osteuropas nach dem 
Westen, und bald machte sich mit der Hebung der 
Schiffahrt auch die Zufuhr aus den überseeischen 
Getreideländern fühlbar. Die Kornpreise sanken all 
mählich um die Hälfte. Der Getreidebau war un 
rentabel geworden. So ging die Landwirtschaft zum 
Wiesenbau und zur Viehzucht über, die dem feuch 
ten Klima des Landes am besten angepaßt sind. 
Dieser bedeutsame Wechsel im landwirtschaftlichen 
Betrieb wurde erleichtert und befördert durch die 
anhaltende Preissteigerung der tierischen Nahrungs 
mittel: Fleisch, Milch und Milchprodukte. Der Ar 
beitermangel auf dem Lande tat ein Übriges zugun 
sten des Wiesenbaues und der Viehzucht, da sie 
weniger Arbeitskräfte erfordern als der Brot 
fruchtbau.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.