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um 3,6 o/o teil, während die Zahl des Hülsspersonals die ungeheure Ver
mehrung um 1G1 280 Personen ober um 70,i°/o ausweist. In runder
Ziffer betrug die Zahl der Haudluugsgehülfen im Jahre 1882: 400 000
Diese Steigerung des Hülsspersonals deutet wiederum darauf hin, daß
eine durchgreifende Änderung in der Betriebsform des Haudelsgewerbes zu
Gunsten der Großbetriebe stattgefunden hat. Diese Entwickelung findet ferner
ihre Bestätigung, wenn man den Umfang der Betriebe nach der Zahl der
in denselben beschäftigten Personen zu beiden Zeitpunkten vergleicht.
Unter den Hauptbetrieben befanden sich:
Betriebe mit 187;> 1882
bis 5 Gehülfen .... 414 153 440 409
mehr als 5 Gehülfen . . 6 829 12 226
zusammen 420 982 452 725
Die Zahl der Kleinbetriebe hat naturgemäß absolut tu höherem
Maße, nämlich um 26 346 zugenommen. Diese Steigerung beträgt in
dessen nur 6,30/0. Die Zahl der kaufmännischen Großbetriebe hat sich
dagegen um 5397 oder 79°/o vermehrt, eine Vermehrung, welche derjenigen
des kaufmännischen Hülsspersonals entspricht. Ein Vergleich der Allein
betriebe 51t beiden Zeitpunkten läßt sich bei dent Mnttgel der bezüglichen
Nachweise für das Jahr 1875 leider nicht durchführen. Die Erhebung des
Jahres 1882 ermittelt unter den 440 499 Kleinbetrieben mit bis 5 Ge
hülfen indesseit 293 399 oder 66,60/0 Alleinbetriebe; es darf daher wohl
vermutet werden, daß das Wachstum der Kleinbetriebe zum großen Teil
aus dasjenige der Alleinbetriebe entfällt.
Bezüglich des Geschlechts der tut Handelsbetriebe beschäftigten
Personen ergiebt sich Folgendes. Es befandett sich tu den Hauptbetrieben
des Haudelsgewerbes: 1882
männliche Personen . . . 540 944 654 096
weibliche „ . ■ . 120 552 184 332
zusammen 661 496 838 428
Die Zahl der weiblichen Personen ist hiernach verhältnismäßig in
bedeutend stärkerem Maße gewachsen, als diejenige der Männer. Die
männlichen Personen zeigen eine Zunahme von 113 152 oder 20,!»°/o. Die
weiblichen dagegen eilte solche von 65 780 oder 54,50/0. Die Klagett,
welche aus deut Stande der Handlungsgehülsen gegen die Konkurrenz der
Frauenarbeit latti geworden sind, dürsten hiernach nicht ungerechtfertigt erschei
nen, indessen zeigt ein Vergleich der Geschästsstellung der männlichen ttub weib
lichen Personen, daß dieses Urteil in gewisser Weise eingeschränkt werden muß.
Es betrug nämlich die Zahl der
1875
männlich weiblich.
. 350 897 80 673
Hülsspersonen . 190 047 39 879
1882
männlich weiblich
352 783 94 439
301313 89883
540 944 120 552 654 096 184 322