Object: Deutschlands chemische Industrie

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Stärke der 
Sprachen 
Mundarten 
Pruntrut über Schelten (oder La Scheulte, an der 
bernisch-solothurnischen Grenze im Jura), Twann, 
Zihlkanal, Broyekanal, Berra, Oldenhorn, Weiß- 
horn (in den Berner Alpen), quer durch das Rhone 
tal östlich Sierre zur Deut d'Härens. Zum italie 
nischen Sprachgebiet gehören außer dem Tessin die 
südlichen Bündnertäler Misox, Bergell und Pu- 
schlav. Trotz der starken innern Wanderung und 
der Sprachvermischung bleiben die Sprachgrenzen 
selbst fast unverändert. Die auf ein anderes Sprach 
gebiet Übergewanderten geben gewöhnlich recht bald 
ihre Muttersprache auf; im besondern gilt dies 
von den Deutschschweizern, die sich in großer Zahl 
in der Westschweiz niederlassen. Das Romanische 
hat gegenüber der deutschen Sprache, die von Nor 
den her, und dem Italienischen, das von Süden 
her in die Täler eindringt, einen schweren Stand. 
Doch ist man neuerdings mit Erfolg bemüht, den 
Rückgang der Sprache auszuhalten. Der Simplon- 
tunnel hat der italienischen Einwanderrung ins Wal 
lis das Tor geöffnet und der italienischen Sprache 
schon in den wenigen Jahren seit der Eröffnung 
der Bahn im Wallis eine starke Verbreitung 
verschafft. 
Nach der Volkszählung von 1910 sind die Spra 
chen unseres Landes in folgendem Verhältnis ver 
treten^) : 
Deutsche Sprache = 2 599154 — 69 o/ 0 
Französische Sprache ----- 796 244 = 21,2 o/ 0 
Italienische Sprache ----- 301325 = 8 o/o 
Romanische Sprache ----- 39 834 = 1,1 o/ 0 
Andere Sprachen — 28 445 — 0,7 o/o 
Die Welschschweizer bedienen sich fast durchwegs 
der Schriftsprache; die alte Mundart, das pntois, 
ist im Neuenburgischen nahezu vergessen; dagegen 
i) Für Einzelangaben siehe Sprachentabelle im 
Anhang.
	        
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