z.
iß.
W.
en
aM,
‚2.
Je
es
ff
3]4
3raß
ur
es
+2
al
Da
FE
‚]
16
E-Drittes
Kapitel. :
73
Metamorphose der Ware zugleich Verkauf und Kauf, ist dieser
Teilprozeß zugleich selbständiger Prozeß. Der Käufer hat die Ware,
der Verkäufer hat das Geld, das heißt eine Ware, die zirkulationsfähige
Form bewahrt, ob sie früher oder später wieder auf dem
Markt erscheine. Keiner kann verkaufen, ohne daß ein anderer
kauft. Aber keiner braucht unmittelbar zu kaufen, weil er selbst
verkauft hat. Die Zirkulation sprengt die zeitlichen, örtlichen und
individuellen Schranken des Produktenaustausches eben dadurch,
daß sie die hier vorhandene unmittelbare Identität zwischen dem
Austausch des eigenen und dem Eintausch des fremden Arbeits-Produkts
in den Gegensatz von Verkauf und Kauf spaltet. Daß die
Selbständig einander gegenübertretenden Prozesse eine innere Einheit
bilden, heißt ebensosehr, daß ihre innere Einheit sich in äuße-"en
Gegensätzen bewegt. Geht die äußerliche Verselbständigung
der innerlich Unselbständigen, weil einander ergänzenden, bis zu
einem gewissen Punkt fort, so macht sich die Einheit gewaltsam
Eeltend durch eine — Krise. Der der Ware immanente Gegensatz
Von Gebrauchswert und Wert, von Privatarbeit, die sich zugleich
als unmittelbar gesellschaftliche Arbeit darstellen muß, von be-Sönderer
konkreter Arbeit, die zugleich nur als abstrakt allgemeine
Arbeit gilt, von Personifizierung der Sache und Versachlichung der
P rsonen — dieser immanente Widerspruch erhält in den Gegen-Sätzen
der Warenmetamorphose seine entwickelten Bewegungsformen.
Diese Formen schließen daher die Möglichkeit, aber auch
Nür die Möglichkeit der Krisen ein. Die Entwicklung dieser Möglichkeit
zur Wirklichkeit erfordert einen ganzen Umkreis von Verhältnissen,
die vom Standpunkt der einfachen Warenzirkulation
"och gar nicht existieren.”
‚Als Vermittler der Warenzirkulation erhält das Geld die Funktion
des Zirkulationsmittels,
3 Vgl. meine Bemerkungen über James Mill in: „Zur Kritik der
Politischen Oekonomie“, S. 74 bis 76. [Stuttgarter Ausgabe S. 86 ff.] Zwei
Punkte sind hier charakteristisch für die Methode der ökonomistischen Apologetik
[der Verteidigung und Beschönigung des Bestehenden]. Erstens die
(entifzierung von Warenzirkulation und unmittelbarem Produktenaustausch
durch einfache Abstraktion von ihren Unterschieden. Zweitens der Versuch,
die Widersprüche des kapitalistischen Produktionsprozesses wegzuleugnen,
‚ndem man die Verhältnisse seiner Produktionsagenten in die einfachen Be-Mehungen
auflöst, die aus der Warenzirkulation entspringen. Waren-Produktion
und Warenzirkulation sind aber Phänomene, die den ver-Schiedensten
Produktionsweisen angehören, wenn auch in verschiedenem
Umfang und Tragweite. Man weiß also noch nichts von der Differentia
SPecifica [der kennzeichnenden Eigenart] dieser Produktionsweisen und kann
Se daher nicht beurteilen, wenn man nur die ihnen gemeinschaftlichen,
abstrakten Kategorien der Warenzirkulation kennt. In keiner Wissenschaft
Außer der politischen Oekonomie herrscht so große Wichtigtuerei mit elemenlarischer
Gemeinplätzlichkeit. Zum Beispiel J. B. Say nimmt sich heraus,
Über die Krisen abzuurteilen, weil er weiß, daß die Ware Produkt ist.