389
Vierter Abschnifl
Ist durch diese Umwandlung irgendein Kapital „freigesetzt“
In der alten Betriebsweise bestand die ausgelegte. Gesamtsumm“
von 6000 Pfd. Sterl. halb aus konstantem und halb aus variable”
Kapital. Sie besteht jetzt aus 4500 Pfd. Sterl. (3000 Pfd. Sterl. fü
Rohmaterial und 1500 Pfd. Sterl. für Maschinerie) konstantem und
1500 Pfd. Sterl. variablem Kapital. Statt der Hälfte bildet der
variable oder in lebendige Arbeitskraft umgesetzte Kapitalteil nu
noch ein Viertel des Gesamtkapitals. Statt der Freisetzung findet hie!
Bindung von Kapital in einer Form statt, worin es aufhört, sich
gegen Arbeitskraft auszutauschen, das heißt Verwandlung voh
variablem in konstantes Kapital. Das Kapital von 6000 Pfd. Stell
kann, unter sonst gleichbleibenden Umständen, jetzt niemals meh!
als 50 Arbeiter beschäftigen. Mit jeder Verbesserung der Maschiner*
beschäftigt es weniger.
Um den Theoretikern der Kompensation entgegenzukomme*
wollen wir annehmen, die neu eingeführte Maschinerie koste wenig“
als die Summe der von ihr verdrängten Arbeitskraft und Arbeiß
werkzeuge, also zum Beispiel statt 1500 nur 1000 Pfd. Sterl.
Unter dieser Bedingung würde ein variables Kapital vo
1000 Pfd. Sterl. in konstantes verwandelt oder gebunden, währe“
ein Kapital von 500 Pfd. Sterl. freigesetzt würde. Es würde üb
Jüssig für die Tapetenfabrik und könnte als neues Kapital fungier®%
Letzteres, denselben Jahreslohn unterstellt, bildet einen Beschäft
yungsfonds für ungefähr 16 Arbeiter, während 50 entlassen sind
ja für viel weniger als 16 Arbeiter, da die 500 Pfd. Sterl. zu ihre
Verwandlung in Kapital wieder zum Teil in konstantes Kapital ver
wandelt werden müssen, also auch nur zum Teil in Arbeitskraft un
gesetzt werden können. ,
Allerdings wird die Anfertigung der neuen Maschinerie ein®
zrößere Anzahl Mechaniker beschäftigen; soll darin der Ersatz ;
ünden sein für die aufs Pflaster geworfenen Tapetenmacher? AU
jeden Fall beschäftigt ihre Anfertigung weniger Arbeiter, als ir
Anwendung verdrängt. Die Summe von 1500 Pfd. Sterl., die für f
entlassenen Tapetenarbeiter nur den Arbeitslohn darstellte, stell
jetzt, in der Gestalt von Maschinerie, dar: 1. den Wert, der zu ihre
Herstellung erforderlichen Produktionsmittel, 2. den Arbeitslol”
der sie anfertigenden Mechaniker, 3. den ihrem „Meister“ zn
fallenden Mehrwert. Ferner: einmal fertig, braucht die Maschi?
nicht erneuert zu werden bis nach ihrem Tod. Um also die zusät”
liche Anzahl Mechaniker dauernd zu beschäftigen, muß ein Tapete?
f[abrikant nach dem andern Arbeiter durch Maschinen verdräng®
In der Tat meinen jene Verteidiger des Kapitals auch nicht die
Art Freisetzung von Kapital. Sie meinen die Lebensmittel der fr@
gesetzten Arbeiter. Es kann nicht geleugnet werden, daß im obig®
Fall zum Beispiel die Maschinerie nicht nur 50 Arbeiter freisel”
und dadurch „verfügbar“ macht, sondern zugleich ihren Zusamm®
hang mit Lebensmitteln zum Wert von 1500 Pfad. Sterl. aufhebt ww