Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Register. 
genommen hätte, gibt er nur das Markanteste wieder. Er zitiert aber fast 
immer die ersten Ausgaben, insbesondere bei Büchern, die vor ihm wenig 
bekannt waren und einen Markstein in der Geschichte der politischen 
Oekonomie bilden, 
Eben die Ausarbeitung dieses Werkeregisters lieferte wieder einen 
Beweis, wie peinlich gewissenhaft, bis zur Pedanterie, Marx im Zitieren 
war. Es hat sich herausgestellt, daß keiner der ihm angeblieh nach- 
gewiesenen Fehler von ihm wirklich begangen worden ist. Zwar haben 
sich einige Schnitzer gefunden, die in allen Ausgaben von der ersten an vor- 
handen sind, ohne die Aufmerksamkeit eines strebenden Marxvernichters 
auf sich zu lenken, Es fanden sich sogar falsche Zitate, aber kein gefälschtes. 
Aber auch diese Irrtümer sind ganz belanglos und im Text ausgebessert.? 
LIL 
Was das Sachregister anbelangt, so verzichteten wir auf eine Ei- 
teilung nach verschiedenen Gruppen’oder Gebieten. Das Theoretische und 
Praktische gehen durcheinander und sind nur alphabetisch geordnet. Bei 
ler Veranstaltung dieses Registers dienten uns als Leitfaden folgende Er- 
yägungen. 
Wie schon oben gesagt, setzen wir voraus, daß für den Leser dieser 
Volksausgabe das „Kapital“ nicht das erste Buch ist, aus dem er seine 
Kenntnisse in der politischen Oekonomie schöpft. Es ist überhaupt schwer, 
len Inhalt des ersten Bandes in das übliche Schema eines ökonomischen 
Handbuches einzuzwängen. Man kann freilich beim Unterricht verschiedene 
Kapitel so kombinieren, daß dabei ein ökonomisches Handbuch im 
zewöhnlichen Sinne des Wortes herauskommt. Aber das kann nur der 
uehrer tun, der die Marxsche Oekonomie in ihrem ganzen Aufbau kennt und 
alle andern Marxschen Werke in den Bereich seines Unterrichts zieht. Wir 
aalten es daher für überflüssig, dem Lernenden den ersten Band SO einzuteilen 
und zu disponieren, daß er das „Kapital“ als ein ökonomisches Handbuch 
von Anfang an gebrauchen kann. Auch für gewöhnliche Leser gelten Marx’ 
Worte: „Ich unterstelle natürlich Leser, die eiwas Neues lernen wollen.“ 
Jedoch Leser, für die alles neu ist, weil sie noch nichts wissen, werden nur 
ihre Zeit verlieren, wenn sie sich an das „Kapital“ heranwagen. Sind es 
aber Leser, die sich schon vorbereitet haben, die also Verständnis für das 
„Neue“ haben, dann werden sie sich gleich überzeugen, daß Marx auch 
;echt hat, wenn er sagt, daß „mit Ausnahme des Abschnittes über die 
Wertform man sein Buch nicht wird wegen Schwerverständlichkeit anklagen 
können‘, 
Hat der Leser Kautskys Rat beherzigt und das Buch gründlich min- 
lestens zweimal durchgelesen, dann kann er sich mit Hilfe des Sachregisters 
in das „Kapital“ noch mehr vertiefen. Nämlich wenn er das Sachregister 
nicht nur als ein probates Mittel betrachtet, eine für ihn wichtige Tat- 
z;ache oder ein Zitat, das er gerade braucht, aufzufinden, sondern auch als 
Wegweiser zum wiederholten Studium einzelner Probleme, als ein Hilfs- 
miltel bei kleinen selbständigen Arbeiten, zu denen der erste Band so viel 
Anregung bietet. So wäre es eine leichte Sache — und das können am besten 
* Die Aufzählung solcher Fehler gehört nicht in eine Volksausgabe. Als Kuriosum 
3ei nur erwähnt, daß der alte Dichter, der schon in der ersten Ausgabe wohl infolge eines 
Druckfehlers als Antiparos figurierte, statt unter seinem wirklichen Namen Antipatros, der 
Dichter des Jubelliedes über die Segnungen der Wassermühle, als Antiparos schon seit 
Jahrzehnten nach Marx in zahllosen Werken und Handbüchern in allen Sprachen zitiert 
wird, ohne daß jemand diese „grobe Fälschung“ bemerkt hätte.
	        
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