Full text : Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Erster Abschnitt.

Verausgabung der individuellen Arbeitskräfte erscheint hier aber
von Haus aus als gesellschaftliche Bestimmung der Arbeiten selbst,
weil die individuellen Arbeitskräfte von Haus aus nur als Organe
der gemeinsamen Arbeitskraft der Familie wirken.
Stellen wir uns endlich, zur Abwechslung, einen Verein freier
Menschen vor, die mit gemeinschaftlichen Produktionsmitteln arbeiten
 und ihre vielen individuellen Arbeitskräfte selbstbewußt als
eine gesellschaftliche Arbeitskraft verausgaben. Alle Bestimmungen
von Robinsons Arbeit wiederholen sich hier, nur gesellschaftlich,
statt individuell. Alle Produkte Robinsons waren sein ausschließlich
 persönliches Produkt und daher unmittelbar Gebrauchsgegenstände
 für ihn. Das Gesamtprodukt des Vereins ist ein gesellzchaftliches
 Produkt. Ein Teil dieses Produkts dient wieder als
Produktionsmittel. Er bleibt gesellschaftlich. Aber ein anderer
Teil wird als Lebensmittel von den Vereinsgliedern verzehrt. Er
muß daher unter sie verteilt werden. Die Art dieser Verteilung
wird wechseln mit der besonderen Art des gesellschaftlichen Proluktionsorganismus
 selbst und der entsprechenden geschichtlichen
Entwicklungshöhe der Produzenten. Nur zur Parallele mit der
Warenproduktion setzen wir voraus, der Anteil jedes Produzenten
an den Lebensmitteln sei bestimmt durch seine Arbeitszeit. Die
Arbeitszeit würde also eine doppelte Rolle spielen. Ihre gesellschaftlich
 planmäßige Verteilung regelt die richtige Proportion der
verschiedenen Arbeitsfunktionen zu den verschiedenen Bedürfuissen.
 Anderseits dient die Arbeitzeit zugleich als Maß des
individuellen Anteils des Produzenten an der Gemeinarbeit und
daher auch an dem individuell verzehrbaren Teil des Gemeinprodukts.
 Die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen zu
ihren Arbeiten und ihren Arbeitsprodukten bleiben hier durchsichtig
 einfach in der Produktion sowohl wie in der Distribution [der
Verteilung].
Die religiöse Welt ist nur der Reflex der wirklichen Welt. Für
eine Gesellschaft von Warenproduzenten, deren allgemein gesellschaftliches
 Produktionsverhältnis darin besteht, sich zu ihren Produkten
 als Waren, also als Werte zu verhalten und in dieser
schlichten Form ihre Privatarbeiten aufeinander zu beziehen als
gleiche menschliche Arbeit, ist das Christentum mit seinem Kultus
des abstrakten Menschen, namentlich in seiner bürgerlichen Entwicklung,
 dem Protestantismus, Deismus usw., die entsprechendste
Religionsform. In den altasiatischen, antiken usw. Produktionsweisen
 spielt die Verwandlung des Produkts in Ware, und daher
das Dasein der Menschen als Warenproduzenten, eine untergeordaete
 Rolle, die jedoch um so bedeutender wird, je mehr die Gemeinwesen
 in das Stadium ihres Unterganges treten. Eigentliche Handelsvölker
 existieren nur in den Intermundien [den Zwischenräumen
zwischen den verschiedenen Kulturkreisen] der alten Welt, wie
Cpikurs Götter, oder wie Juden in den Poren der polnischen Gesell-
            
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