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um zuvor ein Hindernis aus dem Wege zıu räumen, das später
die Diskussion recht komplizieren könnte. -
Ist die Erklärung des Zinsphänomens, die Böhm-Bawerk
mit Hilfe seines dritten Grundes liefert, wirklich eine statische
— statisch ist hier in unserem Sinn gemeint — d. h. folgt aus
dem Satz von der technischen Mehrergiebigkeit der kapitalistischen
Produktionsumwege denknotwendig die Existenz _des
Zinses in einer statischen „Wirtschaft, also in einer Wirtschaft,
in der immer die gleiche Methode durchgeführt wird, oder
müssen mehrere Methoden mit verschiedenen physischen Mehrerträgen
nebeneinanderstehen, um einen reinen Mehrwert ableiten
zu können? Das ist die Frage, die es vorerst zu beantworten
heißt. Ist sie gelöst, so wird es nicht schwer fallen, auf
Schumpeters Argumente einzugehen.
Fassen wir also jetzt Böhm-Bawerks dritten Grund und
die darauf aufgebauten Schlüsse etwas näher ins Auge. Da
zeitraubende Produktionsumwege technisch mehrergiebiger sind,
so liefert jedes ältere Produktivmittel, jeder ältere Arbeitsmonat
gegenüber jedem jüngeren für jeden denkbaren Bedürf«
niskreis mehr Befriedigungsmittel. Und die größere Gütermenge
hat für ein- und dieselbe Person und in ein- und demselben Zeitpunkte
auch. immer den größeren Wert!) — ein Schluß, den
Böhm-Bawerk an Hand der nachstehenden Tabelle anschaulicher
zu machen sucht:
„Ein Arbeitsmonat aus dem Jahre
ergibt für
die Wirt-Schafts-
iR88
889
890
891
892
893
1894
1895
{888
1889
100 -
200 100
280 200
350 280
400 350
440 400
470 440
500 a0 |
|
1890
90
200
280
350
400
440
18091
100
200
280
| 350
400
Produktein-
1) Böhm-Bawerk, Positive Theorie, S. 339/49. *) ebda., 2. Aufl.,
S. 276. Wir zitieren hier aus der 2, Aufl. d. Pos. Theorie, weil Bortkiewicz
bei seiner Kritik, auf die wir näher eingehen müssen, von der dort angeführten
Tabelle, in der gegenüber den späteren Auflagen die Jahreszahlen
andere sind, ausgeht (vgl, Böhm-Bawerk, Posit. Theorie, S. 340).