und sie hielten sich gerettet. Nachdem sich die Versammlung
bereits vertagt hatte, saßen noch einige Direktoren
im Gespräch zusammen, da kam eine telephonische
Nachricht von einer Bank in Newark, daß
die National Bank of Commerce sich geweigert habe,
Schecks der Knickerbocker einzulösen. Die Treuhandgesellschaften
hatten nämlich vor einiger Zeit die
Clearing House Association verlassen, als sie zur Vermehrung
ihrer Reserven aufgefordert worden waren,
und jede Treuhandgesellschaft hatte mit einer großen
Bank ein Abkommen zur Einlösung ihrer Schecks getroffen.
Die Weigerung der Bank of Commerce, sich
weiterhin an dieses Abkommen zu halten, war ein vernichtender
und gänzlich unerwarteter Schlag. Die noch
anwesenden Direktoren waren bestürzt, und man beschloß,
noch am selben Abend eine weitere Versammlung
in Sherry'’s Hotel abzuhalten, zu der alle in der
Stadt sich aufhaltenden Mitglieder des Direktoriums
geladen wurden.
Die Knickerbocker Trust Company hatte 10 Millionen
Dollar in bar in ihren Kammern, aber im Fall
eines Ansturms würden sie nur ein Tropfen auf einen
heißen Stein sein. Charles W. Steele und George W.
Perkins, beide Mitglieder der Firma J. P. Morgan &
Co., waren zu der Versammlung ebenfalls geladen
worden, und sie versicherten den Direktoren, daß die
Clearinghaus-Banken sich zweifellos hinter die Knickerbocker
stellen und ihr genügend Geld vorstrecken würden,
um über die Schwierigkeiten hinwegzukommen.
Es wurde aber noch nicht entschieden, von wem und
auf welche Weise dieses Geld vorgestreckt werden
sollte. Richter Gerard riet andererseits, die Knickerbocker
solle schließen, da es Wahnsinn wäre, am
nächsten Morgen noch einmal zu öffnen. Die Mehrheit
war jedoch für Öffnen, wenn die Direktoren auch
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