sortium von Jay Cooke (Cooke und die Rothschilds)
und an die Morgangruppe.
Die Schuldverschreibungen wurden auch unter-
gebracht, allerdings nicht ohne Schwierigkeiten, denn
der einzige Vorteil, den sie dem Käufer für das ge-
ringere Zinseinkommen boten, war, daß sie länger
liefen als die alten sechsprozentigen, die jeden Augen-
blick aufgerufen werden konnten.
Es waren damals Jahre voll von Aufregungen und
Paniken im Geschäftsleben, Luftgeschäfte und Speku-
lationen blühten, und der schon viel zu große Papier-
geldumlauf gab den Spekulanten und Kapitalisten ein
Mittel in die Hand, sich zusammenzutun und durch
Aufspeichern von Papiergeld eine Knappheit an Zah-
lungsmitteln hervorzurufen. 350 Millionen Dollar in
Papier waren als Kriegsmaßnahme ausgegeben worden,
und die Interessen des Handels verlangten gebieterisch,
nun, da die Notlage des Krieges überwunden war, diese
Millionen langsam, aber sicher wieder auf ihren Gold-
wert zurückzuführen. Gold wurde damals mit einem
Agio von 10 bis 15 Prozent gehandelt. Es wurde viel
Agitation für die Wiederaufnahme der Goldeinlösungs-
pflicht des Papiergeldes getrieben, die, wie die Ge-
schäftswelt wußte, kommen mußte, bevor das Land
wieder auf der Basis seines wirklichen Bedarfs Ge-
schäfte abschließen konnte.
Um die Zeit der Präsidentenwahl 1876 ging Morgan
nach Europa. Er war entrüstet über die Finanzmänner,
die er in London traf, weil sie Zweifel betreffs der
finanziellen Lage der Vereinigten Staaten ausdrückten.
Man sagte ihm, die Agitation im Kongreß und in vielen
Teilen des Landes für die Einführung einer teilweisen
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