Object: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

133 
Name. Besoldung. 
Saliuenverwalter Dr. v. Alberti 1700.— fl. 
Salinenkassierer Ott 1118.45 „ 
Salinenverwaltungsasststent Sigel 800. — „ 
Salinen-Buchhalter Gally 900.— „ 
Salinen-Jnspektor Steinheil 1000.— „ 
Bergwerks-Inspektor Berner 1300.— „ 
Amlsdiener 300.— „ 
Hierzu ist zu bemerken, daß der Salinen-Jnspektor Steinheil Vorsteher der 
Friedrichshall benachbarten Saline Clemenshall war, die auch zu Friedrichshall 
in einem gewissen Verwaltungsverhältnis stand. Außerdem war für Clemens 
hall eine Amtsdienerbesoldung im Nebenamt von 20 fl. jährlich vorgesehen. 
Die um 481 fl. 15 kr. niedrigere Besoldung des Salinenkassierers Ott erklärt 
sich dadurch, daß dieser Beamte gleichzeitig mit der Erhebung der Salzsteuer be 
traut wurde, für welche Tätigkeit ihm der vorgenannte Betrag von der Zoll 
kasse vergütet wurde. 
An baulichen Veränderungen auf der Saline Friedrichshall und Clemens 
hall in den 1870er Jahren sind folgende hervorzuheben *). Um eine bequemere 
Verladung des Salzes von der Saline Friedrichshall als bisher zu ermöglichen, 
wurde eine Erweiterung der Schienenanlage der Zweigeisenbahn vorgenommen, 
welche die Saline mit dem Bahnhof Jagstfeld verband. Jagstfeld ist noch heute 
Bahnstation für die Saline Friedrichshall. Die Baukosten der verbesserten 
Schienenanlage stellten sich auf 5503,09 fl. Für Verbesserung oder Umände 
rung der Siedeeinrichtungen in Friedrichshall und Clemenshall wurden 1872/74 
insgesamt 25 368 fl. aufgewendet. Ferner wurde in der Zeit von 1871/73 
vom Bohrhaus No. 1 in Clemenshall die nach den Reservoirs in Friedrichs 
hall führende hölzerne Solenleitung wegen ihrer Schadhaftigkeit beseitigt und 
dafür eine gußeiserne Röhrenfahrt angelegt. Die Gesamtkosten erforderten 
8781,12 fl. Es sei bemerkt, daß diese baulichen Einrichtungen aus den laufen 
den Mitteln der Saline gedeckt wurden. Ferner wurde 1871/72 eine Umände 
rung der Siedeeinrichtung im Siedehaus No. 4 vorgenommen, um dortselbst 
Feinsalz fabrizieren zu können. Die Baukosten beliefen sich auf 3207,22 fl. 
Im Jahre 1873/74 wurde die verwaltungstechnische Anordnung durchgeführt, 
daß die Saline Clemenshall der Salinenverwaltung von Friedrichshall zugeteilt 
wurde, wodurch beide Salinen eine geschäftliche Einheit wurden^). In Zukunft 
wurden Geldeinnahmen und Geldausgaben in einem Posten verbucht, sodaß die 
Herkunft dieser, auf die einzelne Saline zurückgeführt, nicht mehr ohne weiteres 
aus der Buchung festzustellen war. Diese Maßregel war im Interesse der Ge 
schäftsvereinfachung getroffen worden. Durch die als Folge der Aufhebung des 
Salzmonopols völlig veränderte Geschäftslage der Württembergischen Staatssa 
linen stellte es sich als eine Notwendigkeit heraus, die Geschäfte nunmehr ver 
einzelt voni privatkaufmännischeu Standpunkt zu leiten, wozu die Konkurrenz 
freiheit ohne weiteres zwang. Es wurde daher auf der Saline Friedrichshall 
ein Posten für eine kaufmännische Persönlichkeit eingerichtet, der die Ausführung 
von Geschäftsreisen, sowie die Uebernahme der kaufmännischen Korrespondenz ob 
lag. Als Anfangsgehalt war für diesen Posten eine Besoldung von 600 fl. jähr- 
1) Verhandlungen d. württ. Kammer d. Abg. Jahr 1876. II. Beil.-Bd. S. 316. 
2) Verhandlungen der württ. Kammer der Abg. Jahr 1875.' II. Beil.-Bd. 
S. 314. 319.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.