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Daß sich die Verteilungsgesetze, zu denen man allmählich kommt, wie das
Binomialgesetz sehr schnell der exponentiellen Form nähern, kann zahlenmäßig
analog der in den 88 104 und 105 erfolgten Beschreibung für das Binomialgesetz
nachgewiesen werden. Da die Erwartung und der mittlere Fehler im Verteilungs-
gesetz für die bei Würfen mit 1 Würfel erhaltene Anzahl Augen
3,5 + 1/4 V 105
ergeben (vgl. Aufg. 24), werden Erwartung und mittlerer Fehler im Verteilungs
gesetz für die Summe S der Anzahl der von n Würfeln ausgewiesenen Augen
35.n +14 V105n
sein.
. S—3,5n .
Wird x == als Abszisse und die Wahrscheinlichkeit dafür, die
A V105n )
Summe S zu erhalten, als Ordinate angesetzt (mit dem reziproken Wert des mittleren
Fehlers als Einheit), so findet man für n=1, 2, 3, 4 und 8 die in Figur 5 abgebildeten
Kurven, welche einen recht deutlichen Eindruck davon geben, daß sich das
Verteilungsgesetz schnell der Gleichheit mit der Exponentialkurve nähert.
Wenn beispielsweise n = 8 ist, wird die Erwartung E(S) = 28 und die
Wahrscheinlichkeit, gerade diese Summe zu erhalten, gleich 0,0809; die Wahr-
scheinlichkeit dafür, daß die Summe innerhalb des Spielraumes 3 fällt (die Wahr-
scheinlichkeit, entweder die Summe 27 oder 28 oder 29 zu bekommen), wird
0,2397; im ganzen findet man folgende Tabelle über die Wahrscheinlichkeit I
(in Prozent), daß S innerhalb gegebener Spielräume fällt:
D
8,09
22,97
£ 99
“46
‚29
34'908
a]
13
15
7
19
21
23
P
81,87
87,86
9223
95,26
97,26
0851
Wenn man in dieser Tabelle durch Interpolation die Spielräume ermittelt,
innerhalb deren die Summe S mit den Wahrscheinlichkeiten 25, 40, 50, 70, 85
und 95%, fallen wird, und die gefundenen Spielräume mit dem mittleren Fehler
im Verteilungsgesetz für S mißt, für welchen mittleren Fehler man u = 1!/; V840
— 4.83 erhält. so ergeben sich folgende Zahlen :
P
25 9.
AN 83
de
5
95
Faktische Verteilung
"AN S5 u
7 u
„Ju
1791 -= 371 u
Exponentialgesetz
64 u
05 u
35 4
‚7 u
2,89 u
203
Zum Vergleich sind in der letzten Kolonne die entsprechenden Werte vor
s nach der Tabelle 22 (Exponentialgesetz) angeführt; hiernach ist 8 eine Anzahl
deren Größe dazu ausreicht, das Verteilungsgesetz für die Gesamtzahl der Augen
als expdonential zu betrachten: man kann daher. wenn es sich um die nach