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später erreicht. Es gilt auch im Greisenalter die eigentümliche
Auswahl zu untersuchen, welche sozusagen die Bevölkerung in
mehrere Schichten teilt, deren jede ihre besonderen gesundheitlichen
Verhältnisse hat; die gesundeste dieser Gruppen wird in dem Maße,
wie das Alter zunimmt, eine stets größere Rolle!) spielen. Hier
wie überall ist die bedeutsamste Aufgabe die, die Anhäufung um
den Durchschnitt innerhalb der Spezialgruppen zu studieren, anstatt
einen abgeleiteten Ausdruck für die Sterblichkeit zu suchen.
Andererseits ist die von Lexis hervorgehobene Übereinstimmung
mit dem Exponentialgesetz ein weiteres Zeugnis für die Tatsache,
daß diese Formel (wie oben $ 177 gesagt) oft verhältnismäßig leicht
zur Anwendung kommen kann, selbst da, wo die Verhältnisse kompli-
ziert sind.
V. Kapitel.
Interpolation und Ausgleichung.
A. Allgemeine Bemerkungen.
209. Bisher ist für die Interpolation Verwendung gewesen bei
der Berechnung der Spielräume z. B., die in einem gegebenen
Verteilungsgesetz gewissen Wahrscheinlichkeiten entsprechen (vgl.
z. B. die 88 81 und 113) oder umgekehrt bei der Berechnung der
Anzahl oder des Prozentteils von Abweichungen, welche innerhalb
aines gegebenen Spielraumes (vgl. z. B. $ 206) fallen.
Überhaupt wird man in der Statistik oft ähnliche oder andere
Methoden anwenden müssen zur annähernden Berechnung von Größen,
welche entweder gar nicht auf andere Weise beschafft werden können,
oder deren direkte — wenn möglich genaue — Bestimmung eine
unverhältnismäßig große Arbeit beanspruchen würde. Solche An-
näherungsmethoden lassen sich unter der Bezeichnung von Inter-
polations- und Ausgleichungsmethoden zusammenfassen.
Bei beiden Arten von Methoden wird vorausgesetzt, daß ein gewisser
Zusammenhang (Abhängigkeit) zwischen den Zahlen, mit denen ge-
arbeitet wird, vorhanden ist. Dieser Zusammenhang kann sehr ver-
schiedener Art sein und in höchst verschiedener Weise gegeben oder
begründet sein; obwohl man von den meisten der in der Statistik
verwendeten Größen sagen muß, daß sie mit nicht nur einer, sondern
mehreren Größen im Zusammenhang stehen oder mehr oder weniger
ı» Westergaard, Die Lehre von der Mortalität, 2. Ausg. 1901, S. 209 ff