Full text : Grundzüge der Theorie der Statistik

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207. Es geht aus diesen Beispielen hervor, daß sich sehr große
Abweichungen von dem Exponentialgesetz (Asymmetrie in der Verteilung,
 mehrere Maximalpunkte [„Puckel“] usw.) in der Regel durch
das Vorhandensein durchgreifender Ursachen erklären lassen, welche
bei passender Gruppenteilung .in höherem oder geringerem Grade
isoliert werden können, was wiederum dazu beiträgt, daß sich die
Verteilung exponentieller Form nähert. Der Unterschied, welcher
hier zwischen Phänomenen des Wirtschaftslebens auftreten kann,
und die oben bei den anthropometrischen Untersuchungen besprochenen
 Beobachtungen beschränken sich zumeist darauf, daß,
während man bei diesen letzteren häufig mit Gruppen von einigermaßen
 gleicher Größe rechnet, man, wenn es sich beispielsweise um
die Untersuchung der Einkommenverteilung handelt, eher erwartet,
daß die Größe der Gruppen mit wachsendem Einkommen abnimmt.
Das hier hinsichtlich der Wirtschaftsstatistik Angeführte kann
allerdings nur als Andeutungen aufgefaßt werden; andererseits aber
zeigen solche in gleiche Richtung, da man überall größere oder
kleinere Ähnlichkeiten mit den Phänomenen in der sozialen Statistik
erkennen wird, so daß die Hauptaufgabe darin besteht, die sich
hinter der Gesamtheit verbergenden Teilungslinien zu finden.
208. Um die in diesem Kapitel gewonnenen Erfahrungen zu
rekapitulieren, kann man sagen, daß vermutlich nach einer gewöhnlich
 recht einfachen Teilung des Materials eine verhältnismäßig gute
Übereinstimmung mit dem Exponentialgesetz erzielt wird, selbst
wenn diese Übereinstimmung oft genug erhebliche typische
Ungleichheiten verschleiern kann, so daß es sich oft auch
bei recht befriedigender Übereinstimmung mit dem Exponentialgesetz
verlohnen wird, -noch tiefer zu schürfen, um mehr wirkende Ursachen
            
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