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männliche Bevölkerung in den Jahren 1910—12, so ergibt sich
folgendes Resultat: '
Sterblichkeits- N
. x Erwartete Anzahl von Sterbefällen
Alter Pe en er Rechtsanwälte Kontorpersonal
25—35 Jahre. . 4,80 %0
35—45 °. 7,99
45—55 “5
55—65 3
Zusammen
72
130
255
336
793
108
128
165
197
598
Während diese Berechnung jeweils 793 und 598 Sterbefälle
ergibt, sind in den zwei Gruppen faktisch nur 643 und 581 Sterbe-
fälle eingetroffen, was ca. 81 und 97%, der berechneten ausmacht.
Es geht hieraus hervor, daß beide Gruppen günstigere Sterblichkeits-
verhältnisse als die männliche Bevölkerung im allgemeinen haben
und daß sich die Sterblichkeit für die Rechtsanwälte erheblich viel
günstiger als für das Kontorpersonal gestaltet.
341. Bei dieser Berechnung hat man von der Altersgliederung in
den beiden Gruppen von Lebenden, aus denen die Sterbefälle hervor-
gegangen sind, dagegen nicht von der Verteilung der Sterbefälle
nach dem Alter Gebrauch gemacht. Es ließe sich denken, daß das
gefundene Resultat in der Weise zustande käme, daß die Sterblichkeit
auf sämtlichen Altersstufen tatsächlich oder doch sehr annähernd
jeweils 81 und 97 °%, der Sterblichkeit der gesamten männlichen Be-
völkerung auf entsprechenden Altersstufen ausmacht. Wenn nichts
anderes gegeben ist, läßt sich indes nichts hierüber schließen. Nur
so viel muß feststehen, daß, wenn sich die Sterblichkeit in der all-
gemeinen Bevölkerung auf einigen Altersstufen tatsächlich günstiger
gestaltete, ungünstige Ursachen mit desto größerer Kraft bei anderen
Altersstufen eingewirkt haben müssen; mit anderen Worten: man hat
die Gewißheit, daß sich eine erneute Untersuchung und eventuell
eine Erhebung von frischen und hinlänglich geteilten Beobachtungen
als lohnend erweist.
Als Ausgangspunkt für die Berechnung hat man ferner die
Größe der Sterblichkeit auf den einzelnen Altersstufen in der gesamten
männlichen Bevölkerung benutzt und diese Sterblichkeit als be-
kannt vorausgesetzt; ‚es ließe sich einwenden, daß man rein
formell ebensogut andere ganz willkürlich gewählte Sterblichkeits-
quotienten hätte benutzen können. Wenn man indes zwecks Ver-
gleichs eine Reihe von Sterblichkeitsquotienten wählen würde,
die entweder ganz willkürlich gewählt oder den Erfahrungen aus