Full text : Grundzüge der Theorie der Statistik

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solchen Bevölkerungsgruppen entnommen wären, deren Sterblichkeitsverhältnisse
 ganz oder teilweise von Ursachen, die vermutlich
die Sterblichkeit in den zu untersuchenden Gruppen (Rechtsanwälten
und Kontoristen) unbeeinflußt lassen, abhängig sind, dann würde die
Folge nur die sein, daß der Vergleich jegliches Interesse verlöre.
Die Aussicht darauf, daß die sich bei einer Vergleichung der faktischen
 Anzahl Fälle mit der berechneten (hier Anzahl von Sterbefällen)
 eventuell ergebenden rein numerischen Verschiedenheiten
auch in Wirklichkeit den Verschiedenheiten der Ursachenverhältnisse
entsprechen werden, und demzufolge die Aussicht auf eine verlIohnende
 Gestaltung erneuter Untersuchungen, muß nämlich desto
größer sein, je mehr Ursachen den verglichenen Gruppen gemein
sind. Als Vergleichsgrundlage hat man also ein solches Niveau
zu finden, das an und für sich als wahrscheinlich gelten könnte.
Hierin also hat die Anwendbarkeit der Methode eine ihrer Begrenzungen.

In dem hier behandelten Beispiel ist die Sterblichkeit in der
gesamten männlichen Bevölkerung, der wir die beiden Gruppen entnahmen,
 als Ausgangspunkt für den Vergleich gewählt, und da die
Verteilung der Sterbefälle nach dem Alter in Wirklichkeit bekannt
ist, so lassen sich die benutzten Voraussetzungen dadurch einer
näheren Prüfung unterziehen, daß man die faktischen Sterblichkeitsquotienten
 der einzelnen Altersklassen für Rechtsanwälte und Kontoristen
 mit jeweils 81 und 97°, der entsprechenden Quotienten für
die Gesamtbevölkerung vergleicht. Das Ergebnis ist dann folgendes:

Alter

25—35 Jahre
35—45 ,
15—55
5—65
alle Alter

Anzahl der
Wterbefälle

Rechtsınwälte


Kontoristen


Sterblichkeitsquotienten

Rechts-<Xonto-




| Gesamtbevölkerung

01

Berechnete Sterbichkeitsquotienten

Rechts- | Kontoanwälte
 ‘ risten
0/
nn

f

nr
2

ol
‚80
"NAQ

Es bestätigt sich hier, was man häufig erfahren wird, daß eine
kräftig wirkende Ursache gleichzeitig überall ihren Einfluß ausübt;
und es ist vermutlich selten, daß die betreffende Ursache nur eine
kürzere Altersperiode beeinflußt, jedoch, wie oben betont, durchaus
nicht ausgeschlossen. Man wird gut daran tun, die gewonnenen
            
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