fullscreen: Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft

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im Gouv. Bessarabien 4 Tage 
» » Cherson 4 » 
» » Taurien 3,6 » 
» » Ekaterinoslaw 4,1 » 
im Dongebiet 4,2 > 
Vergleichen wir die Summe der Tagelöhne, die für alle Getreide 
erntearbeiten (nur bei Handarbeit und ohne Dreschen) auf einer Dessjatine 
in den zwei Jahren 1892 und 1893 bezahlt werden, von denen das erste 
Jahr Durchschnittssätze, dagegen das zweite höhere Löhne aufwies, mit 
den Akkordlöhnen in denselben Jahren für dieselben Arbeiten, so be 
kommen wir folgende Tabelle (LXX1I): 
die Zahl 
der Tage, die Tagelöhne: Akkordlohnsätze: 
die alle 
Arbeiten 1892 1893 1892 1893 
in 
Anspruch 
pro 
pro 
pro 
pro 
pro 
pro 
nehmen: 
Tag 
1 Dess. 
Tag 
1 Dess. 
I Dess. 
1 Dess. 
Bessarabien 
4 
0,45 
1,80 
0,90 
3,60 
3,30 
13,85 
Cherson 
4 
0,70 
2,80 
1,90 
7,60 
2,80 
10 
Taurien 
3,1 
1,25 
3,87 
1,55 
4,80 
6,10 
— 
Ekaterinoslaw 
4,1 
1,55 
6,35 
2,15 
8,81 
3,60 
10 
Dongebiet 
4,2 
0,95 
3,99 
2,15 
9,03 
5,60 
11,20 
Da die Angaben des Ackerbauministeriums, die auf Grund der Be 
richte der Grossgrundbesitzer aufgestellt werden, nicht ganz zuverlässig 
sein dürften, so wollen wir dieselbe Berechnung auf Grund der Semstwo- 
angaben für das Gouv. Cherson machen. Wenn wir auf Grund der 
Tabellen LXV und LXX diese Berechnung für die Lohnsätze bei der 
Dampfdreschmaschine im Durchschnitt in den Jahren 1900—1903 an 
stellen, so ergibt sich folgendes Resultat: 
bei Tagelohn 2 Rubel, 
bei Akkordlohn 2 Rubel 64 Kop. 
Es geht daraus hervor, dass der Akkordlohn sich etwas höher be 
läuft als der Tagelohn. 
Bei Akkord schafft der Arbeiter mit einem grösseren Eifer und 
leistet daher mehr als bei Tagelohn, ln vielen Fällen kommt jedoch 
dieser Vorteil des grösseren Verdienstes für den Lohnarbeiter, am meisten 
für den Wanderarbeiter, auf Kosten seiner Nahrung und seiner physischen 
Kraft zu Stande. Da der Akkordarbeiter sich auf eigene Kost verdingt, 
so sucht er den Geldverdienst auf Kosten seiner Nahrung zu vergrössern.
	        
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