Object: Oekonomik der Transformationsperiode

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Freilich, auch hier — insbesondere bei der kapitalistischen Ge* 
Seilschaft — entstehen spezifische Probleme, aber im großen und 
ganzen ist ein mehr oder weniger „glatter“ Gang der Dinge vor 
auszusetzen. Die „kritischen“ Epochen machen dagegen jeden 
folgenden Produktionskreislauf fraglich. Folglich ist der Stand 
punkt der Reproduktion hier methodologisch der einzig richtige 
Standpunkt, Denn er untersucht gerade die Bedingungen der 
Wiederholbarkeit der Produktionskreisläufe, d. h. die Bedin 
gungen des dynamischen Gleichgewichtes des gesellschaftlichen 
Systems, „Reproduktion ist wörtlich genommen einfach Wieder 
produktion, Wiederholung, Erneuerung des Produktionsprozesses, 
und es mag auf den ersten Blick nicht abzusehen sein, worin sich 
der Begriff der Reproduktion von dem allgemein verständlichen 
der Produktion eigentlich unterscheidet und wozu hierfür ein 
neuer, befremdender Ausdruck nötig sein soll. Allein gerade in 
der Wiederholung, in der ständigen Wiederkehr des Produktions 
prozesses liegt ein wichtiges Moment für sich,"*) Das begriffen 
„eigentlich“ schon die Physiokraten ausgezeichnet, aber die „ge 
lehrten“ livrierten Lakaien des Imperialismus haben es gründlich 
vergessen. Das war der Grund, warum der Krieg in seiner An 
fangsphase wahrhaft ungeheuerliche theoretische Konstruktionen 
erzeugte, die aus der Tatsache der Kriegsgewinne, dem „Flo 
rieren“ der Kriegsindustrie und dem Steigen der Aktien der 
metallurgischen, chemischen und anderen Fabriken auf den wohl 
tuenden (!) Einfluß des Krieges auf das „Volkswirtschaftsleben“ 
schlossen. 
Betrachten wir den realen Reproduktionsprozeß, insofern die 
gesamte Wirtschaft im Zeichen des Krieges steht, d, h. insofern 
eine Neuverteilung der Produktivkräfte im Interesse der Kriegs 
industrie und der Arbeit für die Armee im allgemeinen stattge 
funden hat. Man pflegt die für den Kriegsbedarf verwandte 
*) Rosa Luxemburg; „Die Akkumulation des Kapitals", Berlin 1913, S. 1.
	        
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