A
Viertes Kapitel,
115
el
en
art
Schließt keine Aenderung der Wertgröße ein. Der Wechsel aber, den
der Wert der Ware selbst in diesem Prozeß durchmacht, beschränkt
Sich auf einen Wechsel seiner Geldform. Sie existiert erst als Preis
der zum Verkauf angebotenen Ware, dann als eine Geldsumme, die
aber schon im Preise ausgedrückt war, endlich als der Preis einer
\quivalenten Ware. Dieser Formwechsel schließt an und für sich
Sbensowenig eine Aenderung der Wertgröße ein, wie das Aus-
Wechseln einer Fünfpfundnote gegen vier Sovereigns, einen halben
Sovereign und zehn Shilling. Sofern also die Zirkulation der Ware
Mr einen Formwechsel ihres Wertes bedingt, bedingt sie, wenn das
pP hänomen rein vorgeht, Austausch von Aequivalenten. Die Vulgär-
konomie selbst, so wenig sie ahnt, was der Wert ist, unterstellt daher,
9 oft sie in ihrer Art das Phänomen rein betrachten will, daß Nach-
trage und Zufuhr sich decken, das heißt daß ihre Wirkung überhaupt
Aufhört. Wenn also mit Bezug auf den Gebrauchswert beide Aus-
lauscher gewinnen können, können sie nicht beide gewinnen an
Tauschwert. Hier heißt es vielmehr: „Wo Gleichheit ist, ist kein
Gewinn.“1s Waren können zwar zu Preisen verkauft werden, die
YOn ihren Werten abweichen, aber diese Abweichung erscheint als
Verletzung des Gesetzes des Warenaustausches.!® In seiner reinen
Gestalt ist er ein Austausch von Aequivalenten, also kein Mittel,
“ch an Wert zu bereichern.”
Hinter den Versuchen, die Warenzirkulation als Quelle von
Mehrwert darzustellen, lauert daher meist ein Quidproquo, eine
Verwechslung von Gebrauchswert und Tauschwert. So zum Beispiel
dei Condillac: „Es ist falsch, daß man im Warenaustausch gleichen
Wert gegen gleichen Wert austauscht. Umgekehrt. Jeder der
Slden Kontrahenten gibt immer einen kleineren für einen größeren
Wert, ++ Tauschte man in der Tat immer gleiche Werte aus, so
DATe kein Gewinn zu machen für irgendeinen Kontrahenten. Aber
nn beide gewinnen oder sollten doch gewinnen. Warum? Der
niert der Dinge besteht bloß in ihrer Beziehung auf unsere Bedürf-
ae Was für den einen mehr, ist für den andern weniger, und
au SSkehrt, -«. Man setzt nicht voraus, daß wir für unsere Kon-
— unentbehrliche Dinge zum Verkauf ausbieten. ... Wir
zu len eine uns nutzlose Sache weggeben, um eine uns notwendige
ap halten; wir wollen weniger für mehr geben. . .. Es war
> STlich zu urteilen, daß man im Austausch gleichen Wert für
SE Galiani: „Della Moneta“, in Custodi: Parte Moderna, vol. IV, p. 244,
Außer »Der Austausch wird für eine der beiden Parteien unvorteilhaft, wenn
Ieichn Stände den Preis herabsetzen oder hinaufschrauben: dann ist die
and Aeit verletzt; aber diese Verletzung rührt von jenen ‚Umständen her
Physio aus dem Austausch selbst.“ (Le Trosne: „De FInt&röt Social.
20 rates, 6d. Daire, Paris 1846, p. 904.) .
Vertra »Der Austausch ist seiner Natur nach ein auf Gleichheit beruhender
der Be und erfolgt zwischen gleichen Werten, Er ist daher kein Mittel
S, 903), ®icherung, da man ebenso viel hingibt, wie man empfängt.“ (Ebenda,
de
all
ft,
all
nl
€
hf
ad
Si
76
}