Full text: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

/. DIE KORNKAMMERN DER ERDE 
a 
Fe 
CHE 
nr 
KB 
"A aupkanbarr 
CerKörnerk, © 
Be ‚"0pischerL. .. 
JR Nordischen Walr 
17. Körnerfrüchte: Zusammenfassende Darstellung der Hauptanbaugebiete 
der Welt und der Ausfuhrrichtungen. (Entwurf K. Vopnel und K. Müller 4) 
den Vereinigten Staaten — der wichtigste Abnehmer der Reisüber- 
schußgebiete des Ostens. — In Amerika erzeugen die Union, Bra- 
silien und Argentinien noch kleine, aber in der letzten Zeit zu- 
nehmende Mengen. Brasilien wurde sogar aus einem Reiseinfuhrstaat 
zu einem Reisausfuhrland. Die Union. bringt in ihren Südstaaten die 
besonders feine Handelsware des Carolinareises hervor. 
An der europäischen Reiseinfuhr sind Deutschland und die westeuropäischen 
Staaten Holland, Frankreich, England am stärksten. beteiligt. Deutschland und 
die Niederlande führen ihrerseits wieder große Mengen polierten Reises nach 
anderen europäischen Ländern und nach Amerika aus. Die großen ozeanischen 
Einfuhrhäfen beider Länder, in Deutschland auch Mannheim, bilden die Haupt- 
sitze der Reismühlenindustrie, 
Sorghum, Sorghumhirse oder Durra ist das Hauptgetreide Afrikas, 
wo es in verschiedenen Spielarten zwischen den Wendekreisen überall 
angebaut wird, soweit nicht Urwald das Gebiet einnimmt. Sonst wird 
diese Frucht nur noch im trockenen Hochland von Dekan sowie im 
nördlichen China und in der Mandschurei geerntet, Überall dient 
sie nur dem eigenen Verbrauch, kommt also für den Welthandel 
nicht in Betracht. 
WELTVERSORGUNG MIT KÖRNERFRÜCHTEN 
Störung der Weltversorgung durch den Krieg. Die geordnete 
Versorgung der körnerarmen Länder mit Brot- und Futtergetreide 
durch die Überschußstaaten, wie sie auf Grund der natürlichen geo- 
graphischen Verhältnisse sich entwickelt hatte, hat durch den Welt- 
krieg und seine Folgen eine Unterbrechung oder wenigstens gewaltige 
Störung erfahren, die auch gegenwärtig noch nicht ganz überwunden 
ist, Während einige alte Getreideüberschußländer, wie die Vereinigten 
Staaten, Kanada, Australien und Argentinien, zeitweise in einem Über- 
fluß von Getreide fast erstickten, so daß man beispielsweise in Argen- 
tinien gelegentlich die Dampfkessel mit Maiskolben heizte, waren 
Deutschland, Österreich und andere Staaten nicht imstande, den 
Hunger ihrer Bewohner zu stillen und den Bedarf an Viehfutter auch 
nur annähernd zu decken. Daß nach Beendigung des Krieges das 
Reinhard, Erdkunde.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.