134
für ein Kilogramm
für ein Liter
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September 1913
311,3
60,4
20,7
47,5
81,8
101,9
20,5
21,1
8,6
September 1914
314,9
53,0
22,7
54,0
89,7
115,2
21,8
21,1
9,9
September 1916
347,8
61,3
23,0
123,0
142,9
154,6
32,7
25,7
15,9
Die Entwicklung der Löhne hat nnt der gewaltigen Steige
rung der Preise für Lebensmittel nicht gleichen Schritt gehalten.
Es betrugen die Durchschnittslöhne pro Schicht für alle Arbeiter
nach der amtlichen Lohnstatistik:
im Nuhrgebiet
im staatl. Bergbau
an der Saar
3. Vierteljahr
1913
5,42 Mk.
4,44 Mk.
4.
1913
5,38 „
4,46 „
1.
1914
5,25 „
4,43 „
2.
1914
5,22 „
4,42 „
3.
1914
5,07 „
4,26 „
4.
1914
5,03 „
4,26 „
1.
1915
5,18 „
4,22 „
2.
1915
5,39 „
4,31 „
Die Durchschnitkslöhne haben also noch nicht einmal die
Höhe erreicht, die sie im 3. Vierteljahr 1913 hatten. Ein Aus
gleich für die gewaltige Steigerung der Lebensmittelpreise ist
nicht erfolgt. Bei den jetzigen Löhnen und Lebensmittelpreisen
ist es dem Bergarbeiter nicht möglich, sich und seine Familie so
zu ernähren, daß die Gesundheit und Arbeitskraft erhalten
bleiben. ^Unterernährung hat die Abnahme der Arbeitskraft
und die Schwächung der Nachkommenschaft im Gefolge. Eine
Lohnerhöhung von 10—20 Prozent würde in Anbetracht der un
geheuren und fortdauernden Lebensmittelpreissteigerung wenig
stens in etwa die Ernährungsmöglichkeiten in den Bergarbeiter-
familien sichern.
In mehreren Konferenzen, die die Vertreter der unterzeich
neten Organisationsvorstände mit Sr. Exzellenz dem Herrn
Handelsminister hatten, wurde zum Ausdruck gebracht, daß die
in dieser teuren Zeit durchaus ungenügenden Löhne aufgebessert
werden sollten. Die Aufbesserung wurde auch zugesagt. Wir
ersuchen dringend, doch endlich eine angemessene Lohnerhöhung
und zwar in der von uns gewünschten Höhe eintreten zu lassen.
Daß es möglich ist, die Löhne so zu stellen, wie in unserem
Antrag verlangt wird, wird von der Verwaltung der Staats-