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165 000 fl waren daher vom 25. Mai ab, 154 000 vom 23. Juli ab,
88 000 vom 28. August ab zu verzinsen.
Es kam auch vor, daß die Rothschild überzahlten, d. h. Vor
schüsse gaben. Ende Dezember 1813 belief sich ein solcher Betrag
sogar auf fl 88 596.46.2. Damit sind die Akten über diesen Gegen
stand erschöpft. Einen Überblick über die ausgeliehenen Kapitalien
gibt die Tabelle auf Seite 134 f.
Dazu kommen noch in englischer Währung:
1811 Juli . . £ 16 888.15.— Annuitätenkapital
1812 Juni . . „ 12 279. 7. 6
1812 Juli . . „ 19012.10.—
Summe £ 48180.12. 6
Die an Rothschild geliehenen fl 166 142.44 Wiener Bankozettel
vom April 1811 (S. o. S. 124) figurieren in der Reservekassenrechnung-
Sonstige Posten von ausgeliehenen Kapitalien kommen in dieser
Rechnung nicht vor.
Nachforschungen der Franzosen nach dem
Vermögen des Kurfürsten.
Die Stellung, die Buderus als Finanzbeamter' des Kurfürsten
einnahm, konnte den Franzosen nicht lange verborgen bleiben. So
kam es, daß man bald auf ihn fahndete. Um die Bestechungs
gelder für Lagrange anzuschaffen, sollte er Obligationen von Gottorf
mitnehmen und sie in Kassel in bares Geld verwandeln. Etwa
am 20. Dezember 1806 verließ er Gottorf, wurde aber in Altona
gewarnt, nicht nach Kassel zu gehen, bevor ihm sicheres Geleit
zugebilligt sei. Am 4. Januar bat das Geheime Ministerium um
die schriftliche Zusicherung eines unangefochtenen Aufenthalts für
Buderus. Kurz darauf muß dies vom Generalgouverneur gewährt
worden sein. Denn im nächsten Monat finden wir Buderus in der
hessischen Hauptstadt als Mittelsperson zwischen dem Geheimen
Ministerium und Jordis. Am 17. Januar ersucht er daselbst das
Geheime Ministerium um schriftliche Autorisation, nunmehr für
den Legationsrat Jordis die schon bezahlten 100 000 Livres und
noch weitere 300 000 Livres anzuschaffen , und am 28. Januar
unterschreibt er die Quittung über den Empfang des Kabinettskassen-