in vielen Fällen die letzte Hoffnung abgeschnitten, sich
wieder hoch zu arbeiten.
In den Briefen sind mir über die Praktiken der Ter-
rainspekulanten, der Geldgeber und der von ihnen als
Bauunternehmer vorgeschobenen besitzlosen Strohmänner
unglaubliche Angaben gemacht worden.
Ich habe aus diesen traurigen Zuschriften zuerst in
meiner Broschüre: „Der Schutz der Bauhandwerker“
(Soziale Streitfragen Heft III), später in meinem Buch:
„Das Pfandrecht der Bauhandwerker“ Seite 49—954 und
zuletzt in meinem Vortrage „Baugewerbe und Boden-
frage“ einiges mitgeteilt. Einer dieser Briefe ist von
einer ungenannten Verfasserin zu einer dramatischen
Szene benutzt worden, die am 7. März 1901 in Berlin
aufgeführt und unter Bezugnahme auf meine Broschüre
in der Deutschen Volksstimme 1901 Nr 6 abgedruckt wor-
den ist. Einzelne Briefe sind auch anderweitig literarisch
verwertet worden, wobei nicht immer angegeben worden
ist, daß die Briefe an mich gerichtet waren.
): Deutsche Handwerkerzeitung, das Organ der ver-
einigten Innungverbände Deutschlands, schrieb zu
meinen Mitteilungen über die Millionenverlusste der
Handwerker: Wieviel Jammer und Elend, wieviel
schlaflose Nächte, wieviel zerstörtes Familienglück, wie-
viel Morde und Selbstmorde bedeuten diese Zahlen! Und
die Behörde kommt immer noch nicht aus dem Stadium
der ominösen Enqueten und kühlen Erwägungen her-
aus. Neunmalkluge Juristen hüten sorgfältig ihre Theo-
rien, wollen ihre geliebte, in Wirklichkeit fluchwürdige
Hypothek, diesen entsetzlichen Pfandschein, der vampyr-
artig dem arbeitendem Volke das wirtschaftliche Leben
absaugt, nicht antasten lassen. Der Bauschwindel sei eine
schreiende Sünde gegen alles natürliche Rechtgefühl, die
gen Himmel stinke. Er müsse mit Stumpf und Stiel aus-
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