' I. Das staatlose Jch
form der Sprache hineinzuwachsen, die die Familie spricht.
Durch die Muttersprache ~ die Sprache, die es von der Mutter
gelernt hat ~ wird das Ich zugleich, der Regel nach, für immer
an das Volk gebunden, in das es hineingeboren wurde.
Es ist eine ungeheure Arbeit, die von beiden Seiten, von der er-
ziehenden Familie wie vom lernenden Ich, hier fast spielend geleistet
wird. Namentlich von Seiten des Ichs erreichen die Leistungen
innerhalb des gleichen Zeitraumes schwerlich je wieder die Summe,
wie in der Spanne von der Geburt bis zum Abschluß etwa des
sechsten Lebensjahres.
Der Staat kümmert sich während dieser Zeit um das Ich im
allgemeinen nur insoweit, als er sein Erscheinen in diesem irdischen
Jammertal gewissenhaft zu Protokoll nimmt. Außerdem hält er
darauf, daß es mit Erfolg geimpft werde. Aber diese gutgemeinte
Einflußnahme bezweckt nur, das werdende Ich vor Schaden zu
bewahren, nicht ihm ein dauerndes Gepräge zu geben.
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