Aus dem Angeführten dürfte jedoch zu entnehmen sein,
dass das landwirtschaftliche Gewerbe von ausserordent-
licher Bedeutung für das schwedische Gemeinwesen in seiner
Gesamfheit ist. Nicht weniger als 4o % der Gesamtbevöl-
kerung sind direkt von der Landwirtschaft abhängig, eine
Ziffer, die noch bedeutend steigt, wenn alle diejenigen mit-
gerechnet werden, welche in Industrie, Handel und anderen
Gewerben und Berufen mit der Herstellung und Veredlung
sowie dem Austausch und Transport der Bedarfsartikel und
Erzeugnisse der Landwirtschaft zu tun haben. Es kann daher
ohne Übertreibung gesagt werden, dass das Gedeihen der
schwedischen Landwirtschaft von grosser Bedeutung für die
ökonomische Stellung des Landes überhaupt ist.
Die Staatsmächte haben auch Verständnis hierfür gezeigt,
und bedeutend sind unter anderem die Geldmittel, die im
Laufe der Jahre für Massnahmen bewilligt worden sind,
welche die Verbesserung und Förderung der Landwirt-
schaft und ihrer Nebengewerbe bezwecken. Das so be-
kundete Interesse isf auch nicht resultatlos geblieben. Eine
nähere Prüfung des gegenwärtigen Standes der schwedischen
Landwirtschaft wird sicherlich auch ergeben, dass diese in
Anbetracht ihrer natürlichen Voraussetzungen und im Ver-
gleich mit der Landwirtschaft anderer Länder nicht gut als
rückständig bezeichnet werden kann.
Trotzdem muss mit Bedauern konstatiert werden, dass
die ökonomische Stellung derselben, gleich der so vieler an-
derer Länder, zurzeit nichts weniger als gut ist, dies dürfte
aber im grossen und ganzen weder der Landwirtschaft noch
ihren Ausübern zur Last gelegt werden können, sondern ist
ein Ausdruck der Depression, die gegenwärtig das land-
wirtschaftliche Gewerbe in nahezu der ganzen Welt heim-
sucht. Wenn die Ausgaben der Landwirtschaft für Arbeit,
Steuern und Bedarfsartikel verschiedener Art andauernd
verhältnismässig bedeutend höher als ihre Einkünfte durch
den Verkauf ihrer Erzeugnisse sind, so muss notgedrungen
das ökonomische Resultat ein schlechtes sein, und der Land-
wirt kann nur wenig oder gar nicht Einfluss auf die Verhält-
m A PS