Glanz, die bearbeitet werden müssen, verlangen andere Be-
leuchtungsform als stumpfe, rauhe Oberflächen, deren Beob-
achtung und Beurteilung nach den verschiedensten Gesichts-
punkten arbeitswichtig sein kann. Das Blickfeld des Auges ist
zu untersuchen, Haltepunkte sind festzulegen, zweckmäßige
Blickebenen einzurichten, kurz: die Arbeitsfunktionen des
Auges werden in sehr vielen Fällen verbessert werden können.
Wo immer Entlastungen eintreten können, muß man die
Arbeitsfunktionen entlasten. Schwierige Augenmaßleistungen
werden durch Lehren und Anschläge erleichtert, Aufmerksam-
keitsentlastung ist durch Selbstkontrolle, Selbstregelung und
Selbstausschaltung möglich. Bewegungserleichterung nach Zeit-
verbrauch, Kraft und Form kann fast immer erzielt werden.
Die intellektuellen Funktionen vor allem müssen genau beachtet
werden, da man grundsätzlich versuchen muß, an Stelle der
produktiven Denkleistungen reproduktive Arbeit
zu setzen, Es soll nicht immer bei jeder Gelegenheit der
Arbeiter neue Kombinationen versuchen, sich Vorrichtungen
selbst herrichten, die er dann wieder auseinanderreißt, er soll
Arbeitsvorschriften erhalten, Anweisungen, die die Erfahrung
des Betriebes widerspiegeln und die zu lesen und zu befolgen
sind, um eigene Denkleistungen, die zu Fehlzielen führen
können, auszuschalten. Die Spezialisten der Handgeschicklich-
keit sollen nicht mit sinnender oder Denkarbeit belastet werden.
Die Sinnesarbeitsfunktionen bilden einen Teil unserer
Arbeitsstudien, Die Aufmerksamkeitsbeachtung ist fast stets
außerordentlich wichtig. Mit einem Blick sollen alle arbeits-
wichtigen Umstände, Werkzeuge aufgefaßt werden können.
Fehlleistungen der Aufmerksamkeit sind durch geeignete Kon-
trolleinrichtungen unmöglich zu machen, Durch Sonderstudien
ist festzustellen, wieviel Merkmale die Arbeit der Aufmerk-
samkeit zu erfassen hat, damit man entsprechend die Auf-
merksamkeitsarbeit durchgliedert.
Ein Hauptteil der Arbeitsstudien liegt in der Verbesse-
rung der Grifftechnik, Fast durchweg ist der Anteil
der Nebenzeiten zum Anfassen, Zurechtlegen, Wegsetzen des
Stückes, sowie zur Ausführung sonstiger Nebenverrichtungen
viel zu groß, wenn man diese Nebenzeiten in Beziehung zur
eigentlichen Hauptzeit setzt, die die eigentliche Geschicklich-
keitsleistung des Arbeiters kennzeichnet. Der Arbeiter, der ein
Stück bohrt, wird für das Bohren bezahlt und ist besonders
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