Metadata : München als Industriestadt

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und  entließ  die  teueren  Zigarettenmacher,  deren  man  eine  große
Anzahl  besaß.  Da  die  Handhabung  der  Maschine  bald  gelernt
war  und  München  einen  günstigen  Arbeitsmarkt  für  ungelernte ­
  Arbeiter  bot,  da  andererseits  die  Maschine  bis  zu  20  000
Stück  Zigaretten  pro  Stunde  lieferte,  ließ  man  die  Handarbeit
bis  auf  einen  verschwindend  geringen  Teil  der  Produktion,
der  von  6—8  Leuten  bewältigt  wird,  ganz  fallen  und  führte
nur  Maschinenarbeit  ein.  j
Es  wurde  dadurch  möglich  den  Massenbedarf  an  Zigaretten, ­
  eher  zu  befriedigen  und  billigere  Arbeitskräfte  zu  bekommen. ­
  Selbstverständlich  war  eine  äußerst  sorgfältige  Behandlung ­
  des  Tabaks  nötig,  wie  auch  die  peinlich  genaue  Handhabung ­
  der  Maschinen  Bedingung  für  einen  rationellen  Betrieb
wurde.  Die  neue  Fabrikanlage  der  infolge  der  eingangs  gewürdigten ­
  neuen  Steuergesetzgebung  zur  Kommanditgesellschaft ­
  gewordenen  Zubanschen  Zigarettenfabrik  ist  eine  Musteranlage, ­
  die  allen  Anforderungen  der  Neuzeit  entspricht  und
mit  den  modernsten  Hilfsmitteln  ausgestattet  ist.  In  der,  Tabakschneiderei ­
  befinden  sich  6  Tabakschneidmaschinen  mit  5
Hilfsmaschinen,  wie  Schleif-,  Zigarettenaufreiß-  und  Siebmaschine. ­
  In  den  großen  Arbeitssälen  stehen  21  Zigarettenmaschinen, ­
  welche  die  Zigarette  meist  von  Anfang  an  fertigstellen, ­
  zum  Teil  auch  nur  den  Tabak  in  die  von  4  Hülsenmaschinen ­
  hergestellten  Zigarettenhülsen  einstopfen.  Sogar  die
Umklebung  der  fertigen  Packungen  mit  der  Steuerbanderole
geschieht  mittels  4  Banderoliermaschinen.  Eine  eigene  Mechan.
Werkstätte  zur  Herstellung  der  Maschinenersatzteile  wie  zur
Reparatur  und  eine  dem  Betrieb  angegliederte  Schreinerei  vervollkommnen ­
  dieses  große  Fabrikunternehmen.
Die  in  der  Fabrikation  vorherrschende  reine  Maschinenarbeit ­
  bedingt  demgemäß  eine  große  Anzahl  männlicher  Arbeiter. ­
  Unter  den  285  in  dem  Betrieb  beschäftigten  Personen
befinden  sich  nur  63  weibliche,  denen  die  Tabaksortierung
und  das  Aussortieren  und  Einpacken  der  Zigaretten  zufällt.
Die  Löhne  für  weibliche  ungelernte  Arbeiter  bewegen  sich
zwischen  10  und  12  Mark  pro  Woche,  der  Maximallohn  der
Arbeiterinnen  beträgt  wöchentlich  18  Mark.  Der  wöchentliche
Lohn  der  männlichen  Arbeiter  schwankt  zwischen  25  und  52.50
            
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