Full text: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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safsen tind die die Tradition liereinbrachten, nach drüben zu 
gehen, waren dabei seine beste Stütze. 1 ) Für den binnenländischen 
Landverkehr und für seine Transporteure, die Fuhrleute, bedeutet 
das freilich zunächst an sich eine Verschärfung der Situation, weil 
Bremens deutsches Hinterland zu wenig exportierte, und wegen der 
Ausfracht der Reeder mufste am Handel verdient werden, wo es 
die Fracht nicht tat, oder auch von Zwischenhäfen Fracht gesucht 
werden, soweit dem nicht Bestimmungen der betreffenden Länder 
entgegenstanden. Die Schiffe gingen von Bremen bis gegen 1840 
meist in Ballast in See. * V. 
■) Duckwitz, Denkw., S. 1, 18 f.; (v. Hormayr), I. S. 24. N. R o 11 e r, 
V. e. Gesch. d, Stadt Bremen, IV. Teil, Brem. 1803, S. 178; Caspar Meier and 
bis successors, Newyork 1898; C. A. He in ek e n, G., S. 143, 178, 202, 266, 267; 
(J, Smidt), S. 300, 476, 486; C. F. Wurm, D. Handelspolitik d, Hansestädte, 
Hamb. 1839, S. 5; Darst. d. Lage d. hamb. Handels, Altona 1839, S. 10, 12; 
J G. Kohl, Skizzen a. Nat.- und Völkerlehen, Dresden 1851, I. T, S. 301, 302; 
M, Lin de man, Z. G. d. ä. Handelsbez, Bremens m. d. Ver. Staaten, Brem. 
Jahrb., X. Bd., S. 124, W. v. Hippen, Gesch., III. Bd., 1904, S. 437, 492; 
Handels- und Schiffahrts-Verträge der freien Hansestädte, und Bremens insbe 
sondere, Bremen 1842; V. Böhmert, Handelsarchiv, 1864; Konsularverzeioh- 
nisse etc. in den Adrefshüchern; Bremische Blätter, V Heft, 1835, S. 90 ff. 
Eine Zusammenstellung der deutschen, und darunter der Etablissements 
der Hansestädte in den überseeischen Ländern, 1846, in der Weser-Zeitung vom 
8. und 10. Februar 1846, ein undatiertes Verzeichnis der nach Amerika und 
Westindien in eigenen Schiffen Handlung treibenden Häuser in Bremen liegt 
auch im Archiv Coli. Sen. Vergleiche ferner J. H. W. Smidt, Übersicht der 
Bremischen Seeschiffahrt in den Jahren 1838, 1839 und 1840, Bremen 1841; 
G. Oelrich, Die deutsche Küste und das Binnenland oder Deutschlands 
Handelslage um das Jahr 1846, Hamburg 1847; d e r s., Deutschland zur See, 
seine Schiffahrt und sein Handel, Hamburg 1849; u. a. — In Zusammenhang 
stand der Aufschwung der Weserreederei, da Bremen namentlich eigene und 
grofse Schiffe beschäftigen mufste. In Elsfleth hatte sich nach dem Aufhören 
des Elsflether Zolls die ganze Bevölkerung auf das Reedern für den Bremer 
Handel geworfen, was mit den neueren technischen und organisatorischen 
Formen! der Schiffahrt wieder aufgehört hat. Die oldenhurgische Reederei 
bildete einen ganz bedeutenden Bruchteil der Weserreederei, die hannoversche 
war gering. In den vierziger und fünfziger Jahren war die Tonnage der 
Weser- ’ stärker als die der Elbreederei. Die deutsche Reederei wird als die 
zweite in Europa nach England bezeichnet. Am Ansgang der Segelschiffszeit 
hat noch die Konkurrenz der nicht sehr wertvollen norwegischen Flotte 
bestanden. 1860 war die amerikanische Handelsflotte der englichen beinahe 
gleichgekommen, bis mit dem Sezessionskriege der Umschwung eintrat, der die 
Amerikaner auf dem Ozean sehr weit zurückdrängte. Danach ist die Flotte 
des Deutschen^Reichs die zweite der Welt geworden. Vgl. w. Duckwitz, 
Denkwürdigkeiten, S. 34; D. Schäfer, Weltgeschichte der Neuzeit, II. Bd., 
S. 265, 328 ff.; E. Fitger, Schiffbau und Seeschiffahrt, Volkswirtschaftliche 
Zeitfragen,‘Heft 105, Berlin 1892, S. 3 ff., 7; d e r s. Die wirtsch. u. techn. Entwickl. d. 
Seeschiff, v. d. Mitte des 19. Jahrh, bis auf die Gegeuw., Sehr, des V. f. Sozialpolitik»
	        
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