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verstärkte Konkurrenz der niederländischen Häfen der bremische
Handel seine schlechteste Zeit durchmachte, sodass viele junge
Kaufleute gezwungen waren, von Bremen wegzugehen, da für sie
dort kein Weiterkommen war, setzte gerade damit langsam die
heilende Bewegung ein. die Bremen zu der dominierenden Handelsstellung
in Nordamerika verhalf, es zum direkten Importplatz
machte, und seinen transatlantischen Schiffsverkehr sogar lange vor
Hamburg rangieren liefs, das in Nordamerika weniger, in Südamerika
mehr Beziehungen hatte, aber viel länger in Abhängigkeit von
England blieb, dessen altgewohnter Verkehr bei ihm zu Hause
war. 1 ) Der Bremer Handel war gezwungen, sich mit dem
lohnenderen und riskanteren transatlantischen Handel zu befassen,
und rühriger zu sein als der Hamburger 2 ), die ausgewanderten
jungen Bremer Kaufleute, die in der neuen Welt
‘) Seit der Aufnahme der Merchant Adventurers; sehr interessant ist der
Unterschied in den Verteidigungen gegenüber dem bekannten Angriff auf die
Hansestädte in dem Manuskript aus Süddeutschland, die Hansestädte seien
Faktoreien Englands; der Hamburger J. L, v. Hess verteidigt, man kaufe, wo
es am billigsten sei, und den Zwischenhandel durch England; der Bremer Storck
kann darauf hinweisen, wie England mehr Manufakturwaren aus Bremen erhalte
(die Leinen), als es dahin ausführe und wie der Vorwurf überhaupt nicht zuträfe.
George Erichson Manuscript aus Süddeutschland, London 1820; (Adam
Storck), Über das Verhältnis der freien Hansestädte zum Handel Deutschlands,
Bremen 1821; (J. L. v. Hess), Aus Norddeutschland, kein Manuscript,
Hamburg 1821. (M. J. Haller), Sechs Briefe über den Handel der Hansestädte,
Bremen 1821. S. dazu W. v, B i p p e n, Geschichte der Stadt Bremen, III. Bd., Bremen
und Halle, 1904, S. 425 ff, H. v. Treitschke, Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert,
Bd. III, Leipzig, 1885, S. 55; H. v. Zwiedineck-Südhnhorst,
Deutsche Geschichte von der Auflösung des alten bis zur Errichtung des neuen
Kaiserreichs, Stuttgart n. Berlin, 1897 ff., II. Bd., S. 122 ff, — S. f. zur
Charakterisierung von Deutschlands Handelslage Dietrich Schäfer, Weltgeschichte
der Neuzeit, 2 Bde., Berlin 1907; Max Peters, Die Entwicklung
der deutschen Reederei, Jena 1899—1905. — Duckwitz, Denkw. S. 18 ff., 147.
a ) Vgl. u, a. Fr. v. Reden, Das Kgr. Hannover, 1839, II. Abt,, S. 76,
116; Heinr. Meidinger, IV. Abt, 1854, S. 47, 85; Max Peters, II, Bd.,
1903, S. 105, 126; Tabellarische Übersichten des hamb. Handels im Jahre 1869,
S. 6,7, 46—49; Jahrbuch f. d. amtl. Statistik des brem. Staates, III. Bd,, S. 11,
12. 182, 183, 186, 187. Die Tendenzen sind bereits in der älteren Zeit vorhanden,
die Entwicklung wird dann besonders deutlich in der älteren Eisenbahnzeit,
als der Anteil, den Bremens Gesamthandel von Deutschlands Gesamthandel
bildet, stieg. Der europäische Handel, nicht blos der indirekte, wurde
in Bremen sehr zurückgedrängt, sodafs in den siebziger Jahren das Bedürfnis
sich geltend macht, ihn wieder heranzuziehen, undDuckwitz, Denkw., S. 184,
1877 daraufhin betont, der europäische Handel betrage in Bremen nur */* bis
’/», in Hamburg 3 /i des Gesamthandels. Die Heranziehung der europäischen
Fahrt an Bremen—Stadt war der erste Zweck der Unterweserkorrektion.
Literatur i. f.