Full text: Die Entwickelung zum Socialismus

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sind als das Strassenniveau; nur auf einer halsbrecheri 
schen Treppe oder Leiter gelangt man in diese venti 
lationslosen Keller, die sogar am Tage künstlich erleuchtet 
werden müssen, in diese schmierigen Räume, die von 
einer undefinierbaren Moderluft gefüllt sind. Fussboden, 
Decke und Wände werden nur selten oder nie gereinigt, 
die Bedürfnisanstalten starren von Schmutz, haben keine 
Wasserspülung und liegen oft direct im Backraum. Wasch 
gelegenheit fehlt, es giebt keine Taschentücher und keine 
Spucknäpfe, ebensowenig wie Ausgüsse unter der Wasser 
leitung. Die Backtröge dienen als Betten, und in. den 
Backeimern wäscht man Wäsche, mit dem schmutzigen 
Wasser behandelt man sogar das Gebäck. Die Luft wird 
nur selten oder niemals erneuert, besonders im Winter, 
um Heizmaterial zu sparen ; daher kommt eine erstickende 
Atmosphäre, gesättigt mit Wasserdampf, Kohlenrauch, 
Tabakqualm, Gärungserzeugnissen und menschlichem 
Schweissgeruch.“ 
Wir wollen gewiss nicht behaupten, dass es in allen 
Bäckereien so aussieht und dass das ganze Bäckergewerbe 
überall unter solch traurigen Bedingungen wie in Oester 
reich produciert ; aber auf alle Fälle ist doch unbestreitbar, 
dass die Brodfabrication in den grossen Genossenschafts 
bäckereien auf das glücklichste von diesem abscheulichen 
Gemälde absticht.*) Und so zielen denn die Bestrebungen, 
das (Bäckergewerbe zu verstadtlichen oder zu verstaatlichen, 
zum Teil gerade darauf ab, die Vorteile dieser vorbild 
lichen Fabriken zu verallgemeinern. 
Aus Gründen der Hygiene und gleichzeitig, um eine 
beklagenswerte Verschwendung von Zeit und Kräften aus 
der Welt zu schaffen, hat auch der Stadtrat von Glasgow 
*) Von Weichs-Glon: La municipalisation de la 
boulangerie. (Revue d’Economie politique, October-November 
1897). Ferner: Till: L’étatisation de la boulangerie. (Eben 
dort, April 1897.)
	        
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