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Sorten geschätzt und übertrifft an Güte den Burma-Reis. Ge-
ringwertig sind Madras und „Ballam‘‘.
c) Siam- Reis. Von den beiden aus Bangkok verschifften
Sorten kommt der „Gartenreis‘‘ den besten Sorten des Burma-
Reises gleich, während der „Feldreis‘‘ von erheblich geringerem
Werte ist.
d) Saigon-Reis, aus Cochinchina stammend, ist gewöhnlich
durchschnittlich von geringerem Wert als Burma-Reis,.
e) Java- Reis. Die besten Sorten dieses fast ausschließlich
in Holland eingeführten Reises sind von horverragender Güte
und werden unter der Bezeichnung Ia (Prima) Tafelreis und ITa
(Secunda) Tafelreis zu mehr als doppelt so hohen Preisen wie
die besten Burma-Sorten verkauft. Aber auch die Mittelsorten,
in Holland und Belgien als „ordinärer Java‘‘, in Deutschland
nur unter der Bezeichnung ‚„‚Java‘‘ gehandelt, werden noch
über besten Burma-Reis bezahlt. Sie unterscheiden sich vom
Tafelreis durch einen mäßigen Anteil zerbrochener Körner und
durch etwas weniger helle Farbe.
B. Japan-Reis.
Er übertrifft in der Güte und im Handelswert die Burma-Sorten
und kommt guten Mittelsorten von Java ziemlich nahe. Der
Japan-Reis gehört wegen seiner Härte zu den haltbarsten Sorten.
C. Italienischer Reis.
Wird in mehreren Sorten von verschiedener Güte in Süd-
deutschland eingeführt, nach Norddeutschland werden nur
ausnahmsweise ganz geringe Posten bezogen. Man unterscheidet
nach den Ursprungsgegenden Mantuaner, Veroneser, Mailänder,
Piemonteser und Romagna-Reis. Als beste Ware wird seines
Wohlgeschmacks wegen der Ostiglione aus dem Gebiete von
Mantua geschätzt, der auch als Novara-Reis in den Handel
kommt. Der Romagner gilt für die geringwertigste Sorte.
D. Nordamerikanischer Reis.
Wird überall als der beste Reis anerkannt. Für die vorzüg-
lichste Sorte gilt der Karolina-Reis („gold seed‘) aus Süd-