Full text : Das Baugewerbe in der Volks-, Berufs- und Betriebszählung von 1925

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haben die norddeutschen und mitteldeutschen Gebiete, während sich
im Westen und Süden Deutschlands wesentlich geringere Zahlen ergeben.
 Der unterschiedliche Organisationsgrad spiegelt gewissermaßen
 auch die konfessionelle Gliederung der deutschen Bevölkerung
 wider. In den vorwiegend katholischen Gebietsteilen ist der
Anteil der freigewerkschaftlich Organisierten geringer, da die Bauarbeiter
 dieser Bezirke zum Teil den christlichen Organisationen
angehören oder in stärkerem Maße unorganisiert sind.
Der Gegensatz Stadt und Land spielt für den Organisationsgrad
offenbar nur eine untergeordnete Rolle, denn es gibt sowohl ausgesprochen
 städtische Bezirke mit einem großen Anteil von im Deutschen
 Baugewerksbund organisierten Bauarbeitern, wie zum Beispiel
Berlin, Hamburg, Dresden, als auch Bezirke mit vorwiegend ländlichem
 Charakter und ebenfalls sehr hohem Anteil von freigewerkschaftlich
 Organisierten, wie zum Beispiel Rostock, Bremen, Königsberg,
 Stettin.
Bei den einzelnen Fachgruppen findet sich ein ähnliches Bild; so
ergibt sich, nach dem fallenden Anteil der Organisierten geordnet,
für die Maurer folgende Reihenfolge der Bezirksverbände:
Dresden ... 90,3 % Berlin .... 63,2% Nürnberg .. 43,1%
Hamburg .. 90,1, Erfurt .... 61,3, Karlsruhe .. 39,9,
Rostock ... 83,4, Hannover .. 51,1,, München .. 36,5,
Bremen ... 80,1, Magdeburg . 57,6,, Dortmund .. 31,7,
Stettin .... 70,8, Breslau ... 55,0, Stutigart ... 27,7 ,
Königsberg . 68,4., Frankfurt .. 474. Köln .....252,
Die Unterschiede im Organisationsgrad sind bei den Maurern
noch größer als bei der Gesamtzahl, in den Bezirken Dresden und
Hamburg sind mehr als 90 % aller Maurer im Deutschen Baugewerksbund
 organisiert, in Köln dagegen nur 25 %. In der Reihenfolge der
Bezirksverbände ergeben sich nur geringfügige Abweichungen gegenüber
 der Gesamtzahl.
Etwas anders liegen die Verhältnisse bei den Bau-Werkmeistern,
für die sich die folgende Reihe ergibt:
Rostock ... 58,6% Königsberg . 31,9%
Erfurt .... 40,6, Hamburg .. 30,7,
Bremen .... 39,5, Hannover .. 30,7
Dresden ... 34,4, Breslau ... 30,1,
Karlsruhe . . 34,3 Magdeburg . 27,7 ,,
Frankfurt . . 324. Stettin... . 22,8,

Berlin .... 20,8%
Nürnberg .. 20,5,
München .. 10,7,,
Köln .....10,7,
Stuttgart ... 10,6,
Dortmund . . 10,4,
            
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