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6. Sonstiger Maschinenbau.
Tabelle 12.
Die Anzahl der Gesellschaften nimmt in der Untersuchungszeit von fünf auf sieben zu;
auch hier läßt die geringe Anzahl Besonderheiten einzelner Gesellschaften in der Zusammenstellung
stark hervortreten.
Dies zeigt sich z. ß. bei dem eigenen Kapital, dessen Höhe im Durchschnitt 135,9 °/o des
Aktienkapitals hauptsächlich auf den sehr hohen Reserven einer Gesellschaft 1 beruht, die nach der
Art ihres Betriebes und der dadurch bedingten Vermögensverteilung sich gar nicht in den Rahmen
der Gesellschaften für Maschinenbau einpaßt, zu denen sie die deutsche gewerbliche Betriebsstatistik
von 1907 zählt.
Das fremde Kapital beläuft sich auf durchschnittlich 32,8 °/ 0 des eigenen Kapitals, wovon
auf die langfristigen Schulden, die 11,6 °/ 0 des Aktienkapitals betragen, 8,6 °/ 0 entfallen. Auch in
den einzelnen Jahren überwiegen stets die kurzfristigen Schulden. Den höchsten Prozentsatz an
fremdem Kapital weist mit 40,8 °/ 0 das Jahr 1903, den niedrigsten mit 23,7 °/ 0 das Jahr 1905 auf.
Das produzierende Vermögen setzt sich durchschnittlich zusammen aus 26,0 °/ 0 . produzie
rendem Anlagevermögen und 74,0 °/ 0 Betriebsvermögen einschließlich 20,1 °/ 0 an Vorräten. Der
Anteil des Betriebsvermögens nimmt vom Jahre 1902 ab, mit Ausnahme des Jahres 1908, in dem
die Anzahl der Gesellschaften um eine wächst, ständig zu; dagegen, zeigt sich von 1901 auf 1902
eine starke Abnahme.
Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen ist in den einzelnen
Jahren ziemlich gleichmäßig; im Ganzen wächst er etwas; durchschnittlich beträgt er 9,0 °/ 0 des Ge
samtvermögens und 28,6 °/ # des Gesamtanlagevermögens.
Die Abschreibungen belaufen sich auf 2,9 °/ 0 des Gesamtvermögens.
Die Liquidität sowohl wie das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamt
anlagevermögen sind hoch; erstere beträgt 4,40, letzteres 2,26.
IV. Elektrizitätsindustrie.
Die Aktiengesellschaften der Elektiizitätsindustrie wurden nach folgenden Klassen und
Arten getrennt:
1. elektrotechnische Industrie.
a) Akkumulatorenbau, einschließlich Instandhaltung von Akkumulatoranlagen.
b) Kabelindustrie, zu der die Herstellung aller Arten Kabel und Leitungsdrähten gehört.
c) Elektrizitätsmaschinen- und Apparatebau, zu dem die Herstellung sämtlicher Elektrizitäts
maschinen und -Apparate, wie Generatoren, Schaltapparaten, Telephonen usw., zu zählen ist.
d) Gemischte Elektrizitätsindustrie, bei der mehrere oder alle Arten der Elektrizitätsindustrie
in den einzelnen Gesellschaften vereinigt sind.
2. Elektrizitätserzeugung.
a) Reine Elektrizitätswerke, d. h, Gesellschaften, die für ein zusammenhängendes Gebiet mit
nur einem Werk oder mehreren im Betrieb eng miteinander verbundenen Werken unter
gemeinsamer Verwaltung elektrischen Strom erzeugen.
b) Elektrizitätserzeugung verbunden mit Finanzierung von Elektrizitätsunternehmungen, wo
zu die Gesellschaften 2 gerechnet sind, die Elektrizitätswerke besitzen, und zwar meist
mehrere mit räumlich nicht zusammenhängenden Wirkungskreisen, daneben sich in aus
gedehntem Maße zum Teil als hauptsächlicher Zweck des Unternehmens auf dem Gebiete
der Beteiligung an Elektrizitätsunternehmungen aller Art und ihrer Finanzierung betätigen.
1. Elektrotechnische Industrie.
a) Akkumulatorenbau.
Tabelle 13.
Die Anzahl der Gesellschaften ist sehr klein; sie beträgt in den ersten neun Jahren zwei,
1910 nur noch eine Gesellschaft. Während aber die eine der Gesellschaften sich günstig entwickelt,
geht die zweite ihrem Konkurs entgegen; wie groß die Unterschiede zwischen den beiden Gesell
1) Deutsche GasglühUcht-A.-G. z. B. ult. Juni 1910: Vorräte 3,12 Mill. Mk., produzierendes Anlagevermögen
1,32 Mill. Mk.
2) Zwei der zu den Elektrizitätserzeugungs - und Finanzierungsunternehraungen gerechneten Gesellschaften
weisen keine eigenen Elektrizitätswerke auf, sind also genau genommen nicht zu den industriellen Aktiengesellschaften
zu zählen; jedoch läßt ihre Ähnlichkeit ihrem Zwecke und der Art und Höhe ihrer Effekten und Beteiligungen nach
mit den übrigen Gesellschaften diese Ausnahme als berechtigt erscheinen. Die beiden Gesellschaften sind die „Elek
trische Licht- und Kraftanlagen-A. - G.“ und die „Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen (Berlin)“.