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verbrannt. Die Asche bereichert den Boden. Derselbe wird
zwischen den Stubben gepflügt und der Rasen rottet. Dann
pflanzt man die sechsjährigen Orangenbäume. Das erste
Pflügen besorgt der Mann in Accord mit für die oben be
rechneten 20 Dollars per Acre.
Man pflanzt in der Regel 75 Bäume per Acre, und kostet
das 75 Dollars per 10 Acre.
Die jungen Bäume steigen jetzt fortwährend im Preise.
Vor einem Jahre kaufte man sie für 10 bis 15 Cents per
Stück. Jetzt kosten sie 50 Cents, im nächsten Jahre wahr
scheinlich I Dollar. Heute kosten die für 10 Acres erforder
lichen 750 Bäume 375 Dollars.
Fünf Acres Baumschule zu pflegen und mit Samen aus
zusäen, incl. Samen, kosten 200 Dollars.
Somit stellt sich die Anlage, bepflanzt, besäet, eingezäunt,
am Ende des ersten Jahres auf 1050 Dollars.
F:in Haus von fünf Räumen, für hiesige Verhältnisse
mässig comfortabel, zweistöckig, mit fünf Wohnpiècen fertig
hergestellt, kostet jetzt 2000 Dollars.
Nun erfordert die Pflanzung fünf Jahre fortwährend
Arbeit und Auslagen, bevor von einem FIrtrage aus Orangen
die Rede ist. Es gehen Bäume aus, die ersetzt werden müssen.
Der Acker muss unter den Bäumen jährlich mehrmals gepflügt
werden, um den Graswuchs zu vertilgen. Die Bäume müssen
jährlich, doch sehr schwach, gedüngt werden, liin gewöhn
licher Farmer gewinnt auf den vier Acres, welche ihm, ausser
der Hofstelle, blieben, so viel Früchte, dass er, ausser Fleisch
und Brod, Alles gewinnt, was er an solchen Lebensmitteln
braucht, die das Land überhaupt producirt. Das Mehl, ge
pökeltes Rind- und Schweinefleisch, Speck, Schinken, Schmalz,
Butter, Käse, allerhand Büchsenfleisch wird aus dem Westen
importirt. Diese Provisionen sind hier natürlich weit billiger
als in Europa, wo sie durch Transport, Zwischenhändler-Un
kosten und auf dem Continente noch durch den Importzoll
vertheuert werden, und wo sie trotzdem jährlich an Markt
gewinnen. Milch, Schaf- und Rindfleisch könnte man im
Lande selbst haben und hat auch das Material dazu. Schweine