>». Die Beurteilung der Quellen
einige konventionelle Punkte als ziemlich allgemein gültig
anerkannt sein. Wenngleich es sich dabei mehr um äußer-
liche und unwesentliche Kleinigkeiten handelt, ist es doch
nicht recht, diese gemeinübliche wissenschaftliche "Technik
zu ignorieren. „Qui ignorat, ignorabitur.“
5. Für diese technische Form der Textgestaltung ist
folgendes zu bemerken:
a) Offenbare Schreib- oder Druckfehler des Ori-
ginals werden ohne Bemerkung beseitigt.
b) Die Schreibweise des Textes ist im allgemeinen
beizubehalten. Im Interesse leichterer Verständlichkeit em-
pfiehlt es sich aber, wenn nicht der besondere Zweck der
Arbeit etwas anderes erfordert, @) die Verbindung und
Trennung der Worte nach dem heutigen Gebrauch ein-
zuhalten ;
ß) unrichtige oder willkürliche orthographische Eigen-
heiten sowie die willkürliche Setzung der großen Anfangs-
buchstaben zu beseitigen;
Y) in lateinischen Texten statt zj einzusetzen und
ebenso in deutschen Texten % statt des alten y außer in
Fremdwörtern und Eigennamen, und wu, wenn dafür v
oder w steht.
c) Abkürzungen des Textes werden ohne weiteres
aufgelöst, wenn über die Bedeutung kein Zweifel besteht;
sonst wird die Auflösung in spitzen Klammern <. . .> bei-
gefügt. Die allgemein gebräuchlichen Abkürzungen können
natürlich beibehalten werden.
d). Die Interpunktion ist sinngemäß zu gestalten.
Deshalb werden fehlende Zeichen ohne Bemerkung einge-
setzt und fehlerhafte verbessert, sofern der Sinn dadurch
nicht geändert wird.
Einheitliche Gesetze lassen sich für die Interpunktion
nicht aufstellen. Sie unterliegt mannigfachem Wechsel von
Land zu Land, von Sprache zu Sprache und ist auch inner-
halb derselben Sprache nicht gleich in Poesie und Prosa.
Die Hauptsache ist, „daß der Leser möglichst selten im
Unklaren darüber gelassen werde, wie der Herausgeber
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