Contents : Der Weltverkehr und seine Mittel

792.  Schwimmender  Kurier  in  Peru  mit  Kopfiinnd,  in  dem  die  Briefe  untergebracht  find.

In  Australien  hat  sich  das  Postwesen  in  der  Neuzeit  sehr  vervollkommnet.  Die
Kolonie  Viktoria  hatte  1897  schon  1604  Postämter  und  2997  Verkaufsstellen  für  Postwertzeichen. ­
  Das  Personal  zählte  4643  Köpfe.  Auf  den  Postkursen  wurden  12  Millionen
Kilometer,  davon  beinahe  7  Millionen  auf  Eisenbahnen  zurückgelegt.  Zur  Versendung
von  Postsachen  nach  Europa  boten  alle  14  Tage  Dampfschiffe  Gelegenheit,  welche  die
Fahrt  nach  London  in  30  bis  33  Tagen  machten.  Die  Zahl  der  Postsendungen  belief
sich  auf  98  Millionen.  Die  Einnahmen  erreichten  die  Höhe  von  690000  Pfd.  Sterling,
wogegen  die  Ausgaben  sich  auf  497  000  Pfd.  Sterling  stellten.
In  Neusüdwales  waren  1897:  2050  Postanstalten  und  3363  Briefkasten  vorhanden. ­
  Das  Post-  und  Telegraphenpersonal  bestand  ans  5869  Beamten  und  Unterbeamten. ­
  Die  Länge  aller  Postkurse  betrug  55462  Ion,  davon  kamen  4430  auf  Eisenbahnen, ­
  1326  auf  Dampfschiffe.  Postsachen  wurden  131  Millionen  Stück  befördert,
darunter  befanden  sich  503000  Postanweisungen  und  1076000  Stück  Postnoten.
Queensland  zählte  1892:  951  Postanstalten  mit  einem  Personale  von  2308
Köpfen.  Die  Postkurse  hatten  eine  Gesamtlänge  von  44600  Ion,  von  denen  3750  auf
Eisenbahnen  entfielen.  Zur  Versendung  gelangten  30  Millionen  Briefsendnngen,
119000  Postanweisungen,  106  000  Postnoten.  Die  Einnahmen  betrugen  135000  Pfund
Sterling,  die  Ausgaben  201000  Pfund  Sterling.

Posten  und  Postwe  en.

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Port  der  Postsachen  vorzugsweise  durch  Schiffe  und  reitende  Boten.  Die  Zahl  der  Verbindungen ­
  ist  gering.  So  verkehren  auf  dem  Amazonenstrom  die  Dampfschiffe  nur  fünf
mal  im  Monat;  andere  Binnengewässer  werden  noch  seltener  durch  Schiffe  befahren.  In
den  kultivierteren  Gegenden  ist  durch  Postanlagen  für  die  Bedürfnisse  des  Verkehrs  in
ausreichender  Weise  Sorge  getragen.  Brasilien  zählte  1893  im  ganzen  2826  Postanstalten, ­
  von  denen  auf  die  2888000  qkm  enthaltende,  aber  sehr  schwach  bevölkerte
Provinz  Amazonas  nur  wenige  entfielen.  Die  Gesamtzahl  der  Sendungen  belief  sich  auf
43  Millionen.  In  Argentinien,  wo  die  Postbeförderungsverhältnisse  günstiger  sind
als  in  Brasilien,  wurden  im  Jahre  1897  192  Millionen  Postsendungen  verschickt  und
1716  Postanstalten  unterhalten.  Uruguay  hatte  im  gleichen  Jahre  638  Postanstalten
und  einen  15'/ 2  Millionen  Sendungen  umfassenden  Postverkehr.
            
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