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13 380 000 Dollar verpfändet. Beinahe die ganze Summe
war von holländischen Bankhäusern vorgestreckt worden.
Aber sechzig Meilen der Hauptlinie waren noch in unfertigem
Zustande, und die Bewohner des Staates fingen an, gefähr-
lich neugierig zu werden, warum das so sei. Millionen
Dollar waren verschwunden; alles, was der Gesellschaft an
Gaben in Land und Geld bewilligt worden war, war bis jetzt
in den Bau von nur wenigen unzusammenhängenden und
halb wertlosen Strecken der geplanten Eisenbahn versunken.
Die Direktoren mußten etwas unternehmen. Sie taten es,
indem sie einen neuen Plan entwarfen, um die zu eifrigen
and leichtgläubigen holländischen Kapitalisten bluten zu
lassen.
Holländische Kapitalisten betrogen
Und sie taten folgendes: Eine Gruppe von Männern,
die die Erste Abteilung der St. Paul und Pacific bildete,
tat sich korporativ zusammen und gab Obligationen für
15 Millionen Dollar aus. Dieselben Männer oder ihre Werk-
zeuge traten dann wieder als Direktoren der St. Paul und
Pacific zusammen (es ist schwer, diese feinen Unterschiede
im Gedächtnis zu behalten) und verpfändeten Rechte, Privi-
legien und Eigentum mit Einschluß der staatlichen Land-
bewilligungen für 99: Jahre an die Erste Abteilung. Dann
verpflichtete sich der Verband der Ersten Abteilung, als
Baugesellschaft, zur Fertigstellung der Eisenbahnerweite-
rungen vor dem 1. März 1873, da an diesem Termin, nach
2jner neuen gesetzlichen Anordnung, die Landbewilligung
verfallen sollte, falls die Erweiterungen nicht hergestellt
seien.
Die Bedingungen der Verpfändung waren klar und ver-
lockend. Die ganzen 15 Millionen Dollar sollten zum Bau
der Erweiterungen verwandt werden. Auf Grund dieses
Abkommens wurden im Jahre 1871 weitere 8 Millionen
Dollar in Holland aufgebracht. Aber etwas wurde den
holländischen Kapitalisten von der Sage-Clique sorgfältig
vorenthalten. Sie sagte den holländischen Kapitalisten
nicht, daß ein großer Teil des aufgebrachten Geldes ent-