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Die weitere Entwicklung zeigte sich. in dem zweiten Pro-
zeB von John S. Kennedy & Co. gegen die St. Paul- und
Pacific-Eisenbahn*).
Farley, scheint es, machte sehr viel Aufhebens von der
von ihm geleisteten Bauarbeit, tatsächlich aber gab er für
Bau- und Reparaturarbeit nur ungefähr 100 000 Dollar
aus. Er hielt jedoch den Schein genügend aufrecht, um
jenen Teil des staatlich bewilligten Landes, dem die Ver-
wirkung drohte, eine Zeitlang davor zu bewahren. Aber um
las Jahr 1878 war die Bevölkerung von Minnesota wieder ein-
mal sehr erregt. Einundzwanzig Jahre waren dahingegangen,
seit die Gesellschaft ihre Privilegien erhalten hatte. Sie
hatte nicht nur von der Nationalregierung, von dem Staat,
von Städten und Kreisen, sondern auch von Privatpersonen
ungeheuer große Unterstützungen an Geld und Land er-
halten. An der ganzen Strecke entlang, sowohl der fertig-
gestellten wie der projektierten, hatten Farmer und Kauf-
leute Aktien gezeichnet, um, wie sie erkannten, nur wert-
lose Papierfetzen zu besitzen, die weder eine Eisenbahn
noch Zinsen brachten. Die Gesellschaft hatte sich zweimal
bis zur Insolvenz ausgeplündert; sie hatte durch wieder-
holte Taschenspielereien nicht nur eingeborene Kapita-
listen, Farmer und Kaufleute betrogen, sondern sie hatte
zuch die vielen Millionen beiseite gebracht, die durch hollän-
dische Kapitalisten zugeflossen waren.
Die gesetzgebenden Körperschaften erwachen
Jetzt befand sich die Gesellschaft noch in vollständig
bankrottem Zustande. Die gesetzgebenden Körperschaften
konnten diesem überwältigenden Ausdruck der Entrüstung
des Volkes nicht standhalten. Am 9. März 1878 geneh-
migten sie ein Gesetz des Inhalts, daß, wenn nicht eine
bestimmte Anzahl Meilen zu einem gewissen Termin
1) Ebenda S. 519—536. Kennedy indessen verriet die Interessen der hollän-
lischen Aktionäre, befand sich im Einverständnis mit dem Verwalter und traf ein
betrügerisches Abkommen, bei dem er (Kennedy) enorm viel gewann. Kennedy
erhielt auf diese Art viele Millionen; die Wegschenkung einiger dieser Millionen
setzte ihn später in den Stand, sich als „großen Philanthropen‘“ aufzutun, —
Siehe das Kapitel über das Vermögen von Hill.