Full text: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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E. Jüngst, Die Knappschaftskassen. 
Die Einnahmen der Knappschaftsvereine. 
Jahr 
Preußen 
Deutschland 
insgesamt 
Mk. 
insgesamt 
Mk. 
auf 1 Mitgl. 
Mk. 
1891 
28 301 608 
33 618 863 
72 
1392 
29 123 847 
33 568 522 
71 
1893 
29 792 484 
35 472 088 
75 
1894 
80 457 197 
36 219 972 
76 
1895 
31 064 175 
37 209 408 
77 
1896 
82 557 216 
37 786 011 
75 
1897 
34 840 509 
40 245 550 
76 
1898 
37 214 981 
43 061085 
77 
1899 
42 171 416 
47 709 702 
81 
1900 
48 677 048 
55 122 415 
86 
1901 
53110 556 
60 227 466 
88 
1902 
53408 623 
60 508 914 
90 
1903 
58 287 025 
65 636 151 
94 
1904 
60 592 491 
68 071 936 
95 
1905 
63 649 774 
71 103 465 
98 
1906 
70 119 236 
78431859 . 
102 
1907 
76 537 318 
86 171 133 
104 
1908 
104 778 257 
114 849 693 
125 
1909 
107 159 304 
117 584383 
126 
1910 
110 465 949 
122 322 820 
129 
des auf ein Mitglied entfallenden Einnahniebetrages von 72 auf 129 Mk. 
oder um 57 Mk. = 79,17 °/o In die Augen fällt die starke Steigerung 
der Einnahnien in den letzten drei Jahren. Von 1907 auf 1908 hoben 
sie sich allein um 29 Mill. Mk. Dies hängt zusammen mit dem preußi 
schen Knappschaftsgesetz vom 19. Juni 1906. Während nach § 174 ABG. 
die Beiträge der Werksbesitzer nur mindestens die Hälfte der Beiträge 
der Arbeiter auszumachen brauchten — tatsächlich aber bezahlten die 
Werksbesitzer in den meisten Vereinen mehr als den gesetzlichen Mindest 
betrag —, legte ihnen die erwähnte Novelle von 1906, die 1908 in 
Kraft trat, gegenüber der Kranken- und der Pensionskasse die Zahlung 
der gleichen Beiträge auf, die die beitrittspflichtigen Mitglieder leisteten. 
Noch einschneidender in ihrer Wirkung auf die Höhe der Beiträge war 
die folgende Bestimmung der Novelle: Die Höhe der Beiträge zur Pensions 
kasse ist derart zu bemessen, daß sie unter Hinzurechnung der etwaigen 
weiteren Einnahmen der Kasse und unter Berücksichtigung aller sonstigen 
sür die Leistungsfähigkeit des Knappschaftsvereins in Betracht kommenden 
Umstände die dauernde Erfüllbarkeit der Pensionskassenleistungen ermög 
lichen (§ 175 c). Nach dem diese gesetzliche Bestimmung erläuternden 
Ministerialerlaß vom 17. Januar 1907 schließt sie zum mindesten die 
Forderung in sich, einmal die bereits vorhandene ungedeckte Last zu ver- 
Schriften 137. IV. l7
	        
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