Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Dritter Abschnitt 
Indem die produktive Arbeit Produktionsmittel in Bildungs 
elemente eines neuen Produkts verwandelt, geht mit deren Wer 
eine Seelenwanderung vor. Er geht aus dem verzehrten Leib in der 
neugestalteten Leib über. Aber diese Seelenwanderung ereigne 
sich gleichsam hinter dem Rücken der wirklichen Arbeit. Der 
Arbeiter kann neue Arbeit nicht zusetzen, also nicht neuen Wer 
schaffen, ohne alte Werte zu erhalten, denn er muß die Arbeit imme‘ 
in bestimmter nützlicher Form zusetzen, und er kann sie nicht £ 
nützlicher Form zusetzen, ohne Produkte zu Produktionsmittel! 
eines neuen Produkts zu machen und dadurch ihren Wert auf da 
neue Produkt zu übertragen. Es ist also eine Naturgabe der sid 
betätigenden Arbeitskraft, der lebendigen Arbeit, Wert zu erhalten 
indem sie Wert zusetzt, eine Naturgabe, die dem Arbeiter nicht‘ 
kostet, aber dem Kapitalisten viel einbringt, die Erhaltung des vor 
handenen Kapitalwertes.?2a Solange das Geschäft flott geht, ist de 
Kapitalist zu sehr in die Plusmacherei vertieft, um diese Gratif 
gabe der Arbeit zu sehen. Gewaltsame Unterbrechungen des Arbeit“ 
prozesses, Krisen, machen sie ihm empfindlich bemerksam.?® 
Was überhaupt an den Produktionsmitteln verzehrt wird, ® 
ihr Gebrauchswert, durch dessen Konsumtion die Arbeit Produkt 
Begriff Arbeit zu subsumieren als „„aufgesparte Arbeit““, Dies ist unge 
schickt (1), weil (1) ja (1) der Kapitalbesitzer (!) doch (!) mehr (!) getan h! 
als die bloße (?!) Hervorbringung (?) und (??) Erhaltung desselben (we 
selbigen?): eben (?!?) die Enthaltung vom eigenen Genusse, wofür er zu” 
Beispiel (!!) Zinsen verlangt.“ (Ebenda.) Wie „geschickt“! diese „ab®* 
tomisch-physiologische Methode“ der politischen Oekonomie, die aus bloße? 
„Verlangen“ ja doch eben „Wert“ entwickelt. 
222 „Von allen Arbeitsmitteln in der Landwirtschaft . . . ist die mensch 
liche Arbeit dasjenige, auf das der Pächter am meisten angewiesen ist, u” 
sein Kapital ersetzt zu erhalten. Die andern beiden — das Arbeitsvieh u 
- +. die Karren, Pflüge, Spaten usw., sind nichts ohne eine bestimmte Meng 
des ersteren.“ (Edmund Burke: „Thoughts and Details on Scareity, originell 
presented to the Right Hon. W. Pitt in the Month of November 1795. ® 
London 1800“, p. 10.) 
2 In der „Times“ vom 26. November 1862 jammert ein Fabrikant 
dessen Spinnerei 800 Arbeiter beschäftigt und wöchentlich im Durchschn? 
150 Ballen ostindischer oder ungefähr 130 Ballen amerikanischer Bau 
wolle verzehrt, dem Publikum die jährlichen Stillstandskosten seiner Fabr 
vor, Er schlägt sie auf 6000 Pfd. Sterl. an. Unter diesen Unkosten befind® 
sich viele Posten, die uns hier nichts angehen, wie Grundrente, Steuer? 
Versicherungsprämien, Gehälter für jährlich engagierte Arbeiter, Direkt 
Buchhalter, Ingenieur usw. Dann aber berechnet er für 150 Pfd. Stell 
Kohlen, um die Fabrik von Zeit zu Zeit zu wärmen und die Dampfmaschl? 
gelegentlich in Gang zu setzen, außerdem Löhne für Arbeiter, die dur“ 
gelegentliche Arbeit die Maschinerie „flüssig“ erhalten.“ Endlich 1200 Pl 
Sterl. für Verschlechterung der Maschinerie, da „das Wetter und die nat” 
lichen Faktoren des Verfalls ihre Wirkungen nicht deshalb einstellen, wo 
die Dampfmaschine ihre Umdrehungen einstellt“. Er bemerkt ausdrückli% 
diese Summe von 1200 Pfd. Sterl. sei so gering angeschlagen, weil sich di 
Maschinerie bereits in sehr abgenutztem Zustande befinde.
	        
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