DELTSCHIjAND. — Kurhessen (Finanzen).
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^ulda, mehre Enclaven und einen Theil von Ysenburg zur Herstellung
mit Niederhessen. — Staatsgrundgesetz vom 5. Jan.
‘»31. (Die erste octroyirte Verfassung datirte vom 13. Apr. 1S52, die
zweite octroyirte vom 1. Mai 1860; die Wiederherstellung des Staats
grundgesetzes erfolgte unterm 21. Juni 1S()2.)
Finanzen. Nach dem vom 5. Apr. 1849 datirten Voranschläge kam
Budget zwischen der Regierung und dem Landtage (selbst dem nach
6r octroyirten Verfassung gebildeten) nicht mehr zur Vereinbarung,
IS endlich unterm 24. Juni 1803 ein »Finanzgesetz für die 11. Finanz-
Periode von den Jahren 1801, 02 u, 03« (die zu % der Zeit bereits abge-
aufen waren) zum Abschluss gelangte, mit folgenden Hauptziifem ;
Einnahmen:
Idirecte Steuern*).
•1 ^*'^‘recle Abgaben *).
. \\ eg- u. Brückengelder
Lümanialeinkünfte .
Gesundbrunnen . . .
J Aufkommen der Forsten
i' . - Jagden
1 ischereien ....
• Berg-, Salz-, Hüttenwerke
Thlr.
894,300
1*183,350
44,240
344.570
19,110
950.570
9,530
10. Ertrag der Posten . .
11. Staatseisenbahnén . .
12. Einnahmen aus dem
Capitalvermögen *; . .
13. Ueberschuss der Lan-
descreditcasse . . .
-, - - 14. Vom Laudgestüte . .
2,430 I 15. SonstigACinnahmen .
Zusammen
J. Kurfürstl. Hof . .
f - Apanagen . . . .
btaatsministerium
j hechtspHege . . .
Innere Verwaltung*)
352,490
Ausgaben.
Thlr.
304,704 0. Finanzverwaltung® .
50,900 7. Kriegsverwaltung
69,070 8. Auswärtige Angeleg.
305,950 9. Pensionen, Unterstütz. .
1 108,510 Zusammen
Thlr.
43,500
518,000
542,020
42,000
9,500
_131,730
5*117,340
Thlr.
1*037,300
1*004,540
49,990
_ 320,j30
4*983,450
bür die drei Jahre der Finanzperiode wurde die Einn., einschl. des
«etriebscapitals von 900,000, auf 10,852,300, der Bedarf (einschl. des
^emhchen Betriebscapitals) zu 1 5*029,590 Thlr. festgesetzt, somit Ueber-
at^liuss 1*222,710. (Der Staat duldet Spielbanken zu Nauheim, Wil-
ehnsbad, Nenndorf und Hofgeismar.) — Ausser der Civilliste befindet
der Kurfürst factisch im Genüsse der Hälfte des gesammten Staats-
Kapitalvermögens und der sogenannten Rothenburger Quart wodurch
sich seine Einkünfte auf 800,000 Thlr. erhöhen sollen. — Das Budget
^ r 804—00 ist (Anfangs 1805) noch nicht zu Stande gebracht. Der Fi-
anzausschuss des Landtags veranschlagt die Einnahme nur zu 5* 100,910
— Im Ausgabeetat verlangt die Regierung für das Militär nicht
Weniger als 1*301,820 Thlr.
*.! ¡¡’“■unter Grundsteuer 005,000, Oewerb- 129,000, Classenst. 87,000.
X 520,100, Rübenzuckerst. 150,000, Stempel 200,000, Ver-
cnst K.-xa.n V , .. . und Bier 48,000 etc.
e 201,000.
I ausserordentl., Gen dar-
114 Jan ji”nntcr ; Verwaltung der Domänen 118,017, ditto der direct. Steuern
sens 59 bem 131,204, der Forsten 504,359, des Berg-u. Salinenwe-
l^olb, StatUük. 4. Aufl. jg