Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

t

;GHÜSSB1UTAX1EN.  —  Militär  Seemacht).

23

schrecklicher  gestaltete  sich  das  Verhältniss  bei  der  Expedition  nach
AValchern  (ISO*.)).  Bei  einem  EfFectivstande  von  39,21t)  M.  fielen  durch
feindliche  Waffen  blos  217  ,  dagegen  starben  an  Krankheiten  (vom  28.
Aug.  bis  23.  Dec.)  417.");  die  Zahl  der  Erkrankten  war  26,846.  —
Besonders  entsetzlich  waren  auch  die  Resultate  des  Krimfeldzugs.  Blutige ­
  Kämpfe,  ungewohntes  Klima  und  schlechte  Verpflegung  wirkten
längere  Zeit  zusammen,  die  Armee  zu  Grunde  zu  richten.  So  waren
einmal  vom  bes.  schwer  heimgesuchten  63.  Regiment,  das  1200  Mann
stark  ausgezogen  war  und  300  Mann  Verstärkung  erhalten  hatte,  nur  noch
30  unter  den  Waffen.  Im  Febr.  1855  starben  überhaupt:  vor  dem  Feinde
6,  an  Krankheiten  im  Lager  1407,  in  den  Spitälern  am  Bosporus  660.
In  der  holge  ward  für  Ver%)fiegung  ausgezeichnet  gesorgt,  so  dass  der
Zustand  der  Briten  sogar  besser  als  der  der  Franzosen  wurde  und  weniger ­
  Leute  im  Felde  starben,  als  sonst  in  den  Kasernen  der  Garde  zu
London.  (Bekannt  sind  die  Verdienste  der  Miss  Nightingale.)  —  Das
englische  Expeditionscorps  nach  dem  Orient  zählte  ursprünglich  55,530
M.,  mit  den  27,321  bis  zum  9.  Sept.  1855  Nachgesendeten  82,901.
Bis  zum  bezeichnetcn  Tage  war  der  Effectivstand  auf  50,271  herabgekommen. ­
  Gefallen  oder  an  Krankheiten  gestorben  waren  21,082;  Invaliden ­
  geworden  11,374  M.  —  (Ausserdem  kamen  auf  der  Flotte  der
Ostsee  und  des  schwarzen  Meeres,  bei  einem  Bestände  von  etwa  37,000
Mann,  ungerechnet  die  Nachsendungen,  in  den  beiden  Jahren  1854  und
1855  2029  Todesfälle  vor,  wovon  blos  227  in  Folge  vom  Feinde  erhaltener ­
  Munden,  dann  228  durch  zufällige  Verletzungen  und  Selbstmord,
hingegen  1547  durch  Krankheiten.)
Nach  einigen  Mittheilungen  des  Obercommandanten  an  den  Registrar
General  (abgedruckt  im  22.  Report  desselben)  betrug  die  Zahl  der  Todesfälle ­
  bei  den  ausserhalb  Grossbritaniens  und  Irlands  befindlichen
Truppen  :

1854  1855  1856  1857  1858  1859
,,  7,383  20,315  2,580  3,220  7,363  4,150
Iruppenzahl  auswärts  101,064  77,676  111,730  123,700
Natürlich  sind  Diejenigen  nicht  eingerechnet,  welche  verwundet  oder  krank
nach  der  lleimath  gelangten  und  in  Folge  davon  daselbst  starben.
ln  Ostindien  unterlagen  dem  Clima  seit  Anfang  des  jetzigen  Jahrunderts
  jedenfalls  über  150,000  Soldaten.  Selbst  vom  blos  finanziellen
Standpunkte  betrachtet,  ist  dies  ein  ungeheurer  Verlust;  jeder  Mann
kostet  bis  zur  Landung  in  Indien  ungefähr  100  .t.
Seemacht.  Bei  der  Wichtigkeit  der  britischen  Kriegsmarine  lassen
wir  eine  uns  von  competenter  Seite  in  London  zugekommene  Liste  vom
Aug.  1864  vollständig  folgen:

Panz„,ohitte,  ''  lÄf"”
Black  1  rince  41  6100  1250
40
38  6621
38

Warrior
Agincourt
Minotaur
Northumberland
Lord  Clyde
Lord  Warden

4067

Kosten
330,114  £
jetzt  unbrauchbar  erklärt,
1350  im  Bau
im  Bau  352,075
im  Bau
1000
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.