Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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ALLGEMEINE UEI3ERSICHTEN. — Handelsflotten. 
kleiner erweist, so umfasst hinwieder der wirkliche Gesammtver- 
kehr bei weitem colossalere Werthe, als alle obigen Ziffern erkennen 
lassen. Weit grösser als der Handel mit entfernten Nationen ist in der 
Regel der Verkehr, den jedes Volk im eigenen Lande führt: der Handel 
linter den eigenen Angehörigen. Darüber mangeln aber meistens alle 
statistischen Aufzeichnungen.*] 
Die Handelsflotten. 
1. Grossbritanicn . . 
2. Vereinigte Staaten**) 
3. Deutschland (s. S. 21Í 
— übriges Desterre 
4. Frankreich 
5. Italien . . 
6. Holland 
7. Norwegen 
8. Spanien . 
9. Russland (mit F 
10. Dänemark 
11. Schweden 
12. Griechenland 
13. Türkei . . 
14. Portugal . 
15. Belgien 
ch 
nland) 
Schüfe 
28,040 
38,000 
29,500 
7.200 
15,005 
10,550 
2,230 
5.500 
4,800 
3,000 
2,700 
3,100 
4.500 
1.200 
000 
111 
Tonnen 
5’330,000 
5’350,000 
2’580,000 
93.000 
rooo,oo8 
080,000 
540.000 
745.000 
370.000 
370.000 
200.000 
400.000 
300.000 
170.000 
83.000 
30,700 
uannschait 
180,000 
190.000 (?) 
46.000 
20,600 
25.000 
50.000 
14.000 
32,500 
36.000 
16.000 
26,000 
6,000 
8,000 
1,400 
Zusammen ungefähr 162,800 18’250,000 650,000 
Entscheidend ist der Tonnengehalt, und darin besitzen die germa 
nischen Völker ein grosses Uebergewicht. Indess sind See- und Fluss 
schiffe leider nicht gehörig ausgeschieden und es ist'wesentlich dieser 
Umstand, dem Deutschland die obige hohe (relativ zu hohe) Ziffer ver 
dankt. (Vgl. übrigens S. 219).***) 
Eisenbahnen. 
1864 im Betriebe gegen 15,000 deutsche Meilen, davon: 
Ver. Staaten 6750, deutsche Staaten 2541, Grossbrit. 2506, Frankreich 1667, 
(Preussen 830, Oesterreich 813,) Ostindien 600, Spanien 520, Russland 471, Ita 
sen beruhenden) officiel len Listen des internationalen Handels hat sich derselbe 
von 1830 bis Ende 1855 vergrössert: in Frankreich um 145 Proc., in England 
um 211, in den Vereinigten Staaten um 270%. 
*) Geschichte der Himdelskrise von 1857. In den Ver. Staaten zählte 
man 4937 Fallimente von 292 Mill. Doll.; in Grossbritanien stellten 151 grössere 
Handelsfirmen ihre Zahlungen ein ; an deren Passiven, 74’427,569 £ betragend, 
gingen etwa 25% verloren. --In Hamburg kamen 145 Zahlungseinstellungen vor! 
**) Stand vor dem Kriege; die jetzige Verminderung muss als vorüber 
gehend betrachtet werden. 
***) Im Jahrzehnt 1850— 59 war die durchschnittl. Zahl der verunglückten 
Schiffe 2066; 1860 dagegen 2148, 1861 2171. — Die transatlantische Dampf 
schifffahrt begann 1838. In den 18 Jahren von 1841 bis anfangs I860 sind 20 
grosse Dampfer zu Grunde gegangen, deren Werth auf 15*930,000 £ geschätzt 
wird. Es kamen aus dieser Veranlassung 2807 Menschen ums Leben. Ungefähr 
noch zweimal so viel kleinere Dampfer blieben ungerechnet. Von obigen Schiffen 
sind 4 spurlos verschwunden, 3 sanken in den Grund, 3 scheiterten an der west 
lichen Küste, 5 an der östlichen, 1 versank durch Zusammenstoss, und 1 ver 
brannte auf offener See.
	        
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