empf(»lileii ; diese sollen denselben Effeet, den in den Ländern
mit Metallvaluta die Wechselcourse besitzen, herbeituhren,
und in der That konnte man bemerken, dass beinahe ohne
Ausnahme die protectionistischen Tendenzen zumeist in den
Ländern mit gestörten Ueldverhältnissen und häufig unmittelbar
nach erfolgter Störung des Geldumlaufes zur Geltung zu
gelangen versuchen. Russland, Oesterreich, Italien, Nord
amerika, in jüngster Zeit vorübergehend auch Erankreieh sind
Beispiele dafür. Es gehört dies mit zu der verhängnissvollen
Verwirrung aller wirthschaftlichen Anschauungen, welche die
Zettelwirthschaft überall nach sich zieht. Denn in Wahrheit
kann durch die Zollpolitik wolil das Verhältniss jener Eaetoren
unter einander, aus denen sich die Gesammtheit der Zahlungs
verpflichtungen einerseits und der Empfänger andererseits in
einem Lande zusammensetzt, alterirt, niemals aber das Ver
hältniss aller Verpflichtungen zu allen Empfangen geändert
werden.
Die Grundursache des Irrthums liegt darin, dass man die
Bilanz im Waarenhandel mit der gcsammten Zahlungsbilanz
verwechselt, und dass man insbesondere glaubt, durch die
Einschränkung der Waarenimj)orte die Bilanz im günstigen
Sinne ändern zu können. Dass durch eine Erhöhung der Zölle
die Importe vieler Waaren für’s Erste verringert werden, kann
nicht bestritten werden. Der Zoll wirkt hier in derselben
V eise, wie ein ungünstiger V echselcours ) er erschwert den
Bezug der davon betroffenen Waaren. Aber schon hier erstreckt
sich die Wirkung nicht auf die Gesammtheit aller Waaren-
bezüge, sondern blos auf jenen Theil derselben, der durch
die Zollerhöhung direct betroffen wurde; auf alle anderen
Importe dagegen , hauptsächlich aber auf die Gesammtheit der
Waarenexporte äussert der Schutzzoll eine geradezu entgegen
gesetzte Wirkung. Während nämlich Edelmetallabfluss Wohl
feilheit zur Eolge hat, vertheuern die Schutzzölle, die Produc-
tion; sie schwächen also die Concurrenzfähigkeit aller im
Inlande erzeugten Waaren auf den fremden IMärkten. d. i,
also die Exportfähigkeit, und sie erhöhen auch die Concurrenz-
fähigkeit aller vom Schutzzölle nicht getroffenen fremden
Waaren auf den inländischen Märkten, d. i. die Ini])ortfähigkeit
deiselben. Ja diese letztere Wirkung wird sich sogar bei